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Jodhpur - Ranakpur Jain Tempel - Udaipur



01. März: Heute wird der wärmste Tag dieser Reise. Es sollen bis zu 34°C werden, na die meiste Zeit werden wir ja im klimatisierten Auto verbringen.


Sechs Stunden sind heute als Fahrzeit avisiert für ca. 260 Kilometer Wegstrecke. Normale indische Fahrverhältnisse.

Zuvor jedoch geben wir uns noch einmal das spartanische Frühstück, wie gestern ist nur eine kleine Schüssel Reis und Toast, Butter, Marmelade und Bananen vorhanden.



Beim Checkout mache ich, auf die Nachfrage ob alles in Ordnung war, darauf aufmerksam. Auch das die Zimmer nach der Reinigung schlimmer als vorher aussahen, geben wir dem jungen Kollegen mit.


Das kann er so gar nicht glauben, aber als wir ihm erklären, dass er gern ein Blick unter unser Bett werfen kann und er dass auch überprüft, entschuldigt er sich und bietet uns 3,5% Preisnachlass an. Wir erklären ihm, dass es uns gar nicht darauf ankommt und wir einfach nur auf seine Frage geantwortet haben. Vielleicht ändern sie ja für neue Gäste ihre Philosophie.

Wir verlassen Jodhpur gegen 9:30 Uhr. Noch ist es kühl und die Straßen schön leer.

Es geht in südlicher Richtung, erst auf der Autobahn und nach der Hälfte der Strecke über die Dörfer.


On the Road

Wir kommen an großen Weizenfeldern vorbei, die einzige Abwechselung während der ersten zwei Stunden.

Wie in ganz Rajasthan, liegen auch heute Unmengen an Steinen am Wegesrand. Viele sind erst neu gebrannt, andere aus alten Gemäuern recyceld.


Der Kuhdung, der in Massen überall herumliegt, wird sehr oft getrocknet und später als Heizmittel verwendet.

Nach einer ereignislosen Fahrt erreichen wir den Ranakpur Jain Tempel.


Der Tempelkomplex wurde im 15. Jahrhundert unter der Schirmherrschaft von Rana Kumbha, einem bedeutenden Herrscher der Mewar-Dynastie, erbaut. Das markanteste Merkmal des Tempels ist seine atemberaubende Architektur und sein reichhaltiges kunsthandwerkliches Detail.



Der Tempel ist dem ersten Jain-Tirthankara, Adinatha, gewidmet und besteht aus einer Hauptstruktur, die von zahlreichen Nebenschreinen und Säulen umgeben ist. Das Haupttempelgebäude selbst ist ein Meisterwerk der Architektur mit 1444 Säulen, von denen jede eine einzigartige Schnitzerei aufweist. Die Säulen sind so angeordnet, dass sie verschiedene Marmorbögen und -dome unterstützen, die den Tempel schmücken.


Die Tempelarchitektur folgt den strengen Regeln des Jainismus, die besagen, dass kein Lebewesen während des Bauens verletzt werden darf. Daher ist der Tempel ein Zeugnis für die Hingabe der Handwerker an ihre Religion und ihr außergewöhnliches handwerkliches Können.


Der Eintritt kostet 200 INR plus 100 INR Fotoerlaubnis. Getränke dürfen auch nicht mit in dem Tempel genommen werden, insgesamt eine ziemlich touristische und auf Profit angelegte Geschichte.


Der Tempel selbst ist wunderschön, allerdings haben wir in Indien schon ein paar Ähnliche gesehen. Aber so ist das halt, auch in Thailand konnten wir irgendwann keine Wats mehr sehen.

Bis nach Udaipur sind es jetzt noch 1,5 Stunden. Wir überholen Autos, die die zulässige Ladung sicher um 300% übersteigen. In einem kleinen Wagen zählen wir 15 Fahrgäste, einige sitzen dabei auf dem Dach. Zuggelassen ist er für 5 Personen, sagt Raji.


In den Dörfern wird uns immer wieder zugewinkt und gelacht, selbst LKW-Fahrer, die bei einer Pause unsererseits, an uns vorbeifahren, rufen uns laut "Hello" zu und winken.


Alles ohne Worte.


Wir machen eine kurze Rast und Raji zeigt uns einen alten Brunnen, wo die Bevölkerung noch vor 15 Jahren ihr Wasser holte oder die Wäsche wusch.





Der Brunnen ist immer noch in Betrieb und ungefähr zehn Meter tief. Das Wasser wurde mit Hilfe einer Kuh nach oben transportiert um dann verwendet zu werden.


Etwa drei Kilometer später sehen wir so eine Brunnenanlage noch in richtiger Benutzung. Hier sind zwei Kühe eingespannt um das kostbare nass nach oben zu transportieren.

Während der weiteren Fahrt, kommt es zu einem unplanmäßigen Stopp. Raji meint, dass sicher wieder irgendein Minister hier langfährt, dann müssen alle anderen warten. Das tun sie auch und das ohne zu Hupen.


Udaipur, auch "Die weiße Stadt", "Die Stadt der Seen" oder das "Venedig Indiens" genannt, macht auf den ersten Blick ein europäischen Eindruck.


Wir besuchen noch schnell den Saheliyon Ki Badi, einen Garten am Stadtrand von Udaipur. Er ist ganz nett und viele Inder sind hier spazieren und machen mit ihren Familien viele Fotos.



Unser Hotel liegt auch in einer eher wohlhabenden Gegend.


Wir checken schnell ein und begeben uns auf die Dachterrasse. Hier haben wir einen schönen Blick auf die gesamte Stadt und können noch einen schönen Sonnenuntergang bestaunen. Wir essen noch unsere letzten Dosas von gestern Abend auf und begeben uns danach auf unsere Zimmer.



Leider gibt es bei Juke und Tobi keine Internetempfang. Wir wollen morgen noch einmal die Zimmer tauschen und hoffen, dass das Problem dann gelöst ist.

Hier noch einige Links, deren Inhalt im Verlauf der Reise immer wieder aktualisiert wird, Also immer mal gucken!








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