Ich würd's wieder genauso tun, genauso, wie es war
- Holger Schweitzberger

- 17. Juli 2021
- 3 Min. Lesezeit
Song of the day: Udo Lindenberg: Wieder genauso
24. Juli - Der Tag der Abreise. Den Tag den man gern nach hinten verschieben möchte, also so ganz nach hinten. Zehn Tage waren eindeutig zu wenig für diese schöne Insel. Aber wir waren sehr froh wenigstens diese Tage hier sein zu können. Wer weiß was noch alles auf uns zu kommt.
5:30 Uhr klingelt der Wecker. Wir duschen und packen den Rest zusammen. Die Koffer liegen unter dem geforderten Gewichtslimit, wir nehmen also nicht zu viel mit nach Hause.
Der Ätna zeigt sich noch einmal von seiner besten Seite, erst am Nachmittag ziehen immer dicke Wolken an seiner Spitze auf.

08:00 Uhr können wir bei Avis das Auto abgeben, neunzig Minuten Fahrzeit rechen wir mit eventuellen Staus ein. Dann müssen wir vorher noch tanken und das Auto abgeben.
In Trapitello halten wir noch kurz am Café Augusto um zu frühstücken. Typisch italienisch: Cappuccino und gefüllten Plunder. 20 Minuten und sechs Euro ärmer fahren wir auf die Autobahn Richtung Catania Airport.


Heute sind keine Staus, ist ja auch Wochenende. Zwei Kilometer vor dem Flughafen tanken wir noch einmal voll und kommen kurz vor acht beim Car Return Avis an.
Das Auto wird eine Ewigkeit inspiziert, so ein Quatsch, ich habe doch Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, müsste also sowieso nicht zahlen. Ich werde noch gefragt, wann ich das letzte Mal getankt habe - auch hier ist ja zu sehen, dass der Tank voll ist. Schließlich ist alles in Ordnung und wir können weiter.
Am Eingang zum Flughafen müssen alle Reisenden einen negativen Covid-19 Test oder eine abgeschlossene Impfung nachweisen. Da nur zwei Personen kontrollieren und die mit jedem Delinquenten auch noch ein kleines Gespräch führen, dauert das ewig.
Nach dieser Hürde erfolgt die zweite. Zwar haben wir Speedy Boarding gebucht, aber die Gepäckabfertigung ist alles andere als speedy.
Schlimmer haben wir es bisher nur am New Yorker Flughafen JFK erlebt. Zum Glück ist die Bearbeiterin am Nebenschalter fit und holt immer mal wieder Passagiere unserer Reihe zu sich.

Nach 45 Minuten ist dieses Hindernis überwunden. Die Sicherheitskontrolle indes geht schnell von statten und ist problemlos.
Das Gate für unseren Flug wird erst eine Stunde vor Abflug angegeben. Das ist nicht schlimm, hat Catania Airport doch die Größe von Tegel, dafür aber noch weniger Sitzplätze.
Gate 18 wird bekannt begeben. Zwar gibt's hier auch zwei Reihen: Speedy Boarding und normal, bevor man da aber hinkommt, muss man wieder seine Covid-19 Legitimation vorzeigen. Und da das vorher nirgendwo erwähnt wird, zieht sich diese Prozedur ewig in die Länge.

Beim eigentlichen Boarding hat die Mitarbeiterin unserer Reihe sichtlich Probleme Ausweisbilder mit der jeweiligen Person zu vergleichen.
Ermattet starten wir endlich mit zwanzig Minuten Verspätung gen Heimat. Wäre ich im Besitz einer Wasserpistole gewesen, hätte ich heute sicher einige Leute nass gespritzt.
Der Start entschädigt dann für vieles. Bei herrlichem Sonnenschein umrunden wir noch einmal den Ätna und haben danach einen klaren Blick auf das Mittelmeer. Zeit, um unsere Panini zu verzehren, dafür hat Heidi gestern Abend noch alle Wurst-, Käse- und Tomatenreste sinnvoll verwertet.




Der Rest ist kurz erzählt. 12:55 Uhr landen wir bei mediterranen 27°C am BER. Wir verlassen zum ersten Mal als Erste ein Flugzeug und unsere Koffer kommen auch gleich zu Beginn des Gepäckkarussells.

Ohne weitere Kontrolle oder Überprüfung gelangen wir zum Parkhaus 3, unser Auto steht auch noch da. Koffer eingepackt, sich über die großzügige Ausfahrt gefreut und schnurstracks auf die Autobahn. 45 Minuten später sind wir zu Hause. Die Anbindung an den BER finden wir aus unserer Richtung kommend als sehr günstig.
Wir kaufen noch ein paar Lebensmittel für morgen früh ein, danach packt Heidi alles aus und ich mähe den Rasen.
Der Alltag hat uns wieder...




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