Aqaba: Schnorcheln und Baden im Roten Meer
- Holger Schweitzberger

- 15. Nov. 2021
- 3 Min. Lesezeit
4:34 Uhr - Goooooood mooooorning Aqaba
The same procedere as every day. Heidi hat gestern einmal die Gebetszeiten für Jordanien gegoogelt.

Demzufolge war der Muezzin heute eine Minute zu früh. Oder wir haben ihn zu spät gehört. Hätten wir uns schon vorher einmal nach der Webseite erkundigt, wären wir doch bedeutender flexibler gewesen. Eine Weckeinstellung auf der Uhr hätte gereicht und wir wären zur richtigen Zeit wach gewesen.
An keinem Tag im Urlaub wären wir dann vom Muezzin aus dem Schlaf gerissen worden. Aber solche Erkenntnisse erhält man meist erst zum Schluss.
Wie dem auch sein, heute haben wir unseren letzten vollen Tag in Jordanien. Mit Wehmut blicken wir auf die vergangene Zeit zurück.
Wurden doch unsere Erwartung auf das Land, die Kultur und die Menschen mehr als übertroffen. Die Überlegung, die letzten beiden Tagen zum Entspannen zu nutzen erwies sich als gut, Aqaba ist der perfekte Ort, um dieses Vorhaben umzusetzen.
Heute wollen wir zum Roten Meer fahren und baden, eine Premiere für uns, da wir dort bisher immer nur vorbei fuhren.


Der Blick aus dem Fenster zeigt große Wolken und einen grauen Himmel. So war es zwar nicht geplant, aber wir haben bisher gesehen, dass sich dieses Bild schnell ändern kann.
Nach dem Frühstück packen wir unsere Badesachen zusammen, besser gesagt sind die schon gepackt und liegen im Auto und machen uns auf den Weg Richtung Süden, Saudi-Arabien.
Ziel ist der Tala Bay Beach Club, ca. 16 Kilometer von unserem Hotel entfernt. Die Straßen sind schön leer, es ist ja Sonntag.
Auf dem Weg sind auch schöne öffentliche Strände, da wir aber keine Schnorchelmaske haben und diese gern ausleihen wollen, ziehen wir einen privaten Strand vor. Hier besteht auch die Möglichkeit Sonnenliegen und Handtücher zu nutzen.
Am Tala Beach angekommen, sollen wir 40 JD Eintritt bezahlen. Pro Person, ein Mittagessen ist inklusive. Auf meine Bemerkung, dass wir nicht gleich den ganzen Strand kaufen wollen, verzieht der Mann am Einlass nur sein Gesicht. Und wir uns.
Wir wenden und fahren zurück zum Berenice Beach.
Hier kostet der Eintritt 13 JD, inklusive Sonnenschirm, Liegen und Handtücher. Schnorchelkram kann man auch mieten.
Zusätzlich sind noch viele Süßwasserpools, einige Bars und Restaurants vorhanden. Das aber wollen wir ja nicht nutzen.
9:00 Uhr und wir sind die ersten Besucher. Es ist noch etwas kühl, dass wird sich aber im Laufe des Tages ändern.




Wir springen in die eisigen Fluten des 24°C warmen Wassers und haben eigentlich nur mit dem steinigen Untergrund zu kämpfen. Also mehr ich, Heidi hat ja Badeschuhe.
Ohne Taucherbrille ist leider nichts zu sehen und so besorge ich eine Brille mit Schnorchel. Flossen gibt's auch noch dazu. Und den Hinweis dass ich auch ganz tolle Touren buchen kann. "Special Price". Aha.
Jetzt erst gibt das Rote Meer seine ganze Schönheit preis. in unmittelbarer Nähe beginnen die Korallenriffs mit ihren unvergleichlichen Farben. Dazwischen bewegen sich Unmengen von Fischen aller Couleur. Und unzählige Seeigel.
Leider mag Heidi nicht schnorcheln und so bleibt ihr dieser schöne Blick in die Natur verwehrt.
Je später es wird, desto wärmer wird es. Die israelische Seite ist ja nur einen Steinwurf entfernt und wir können gut die Häuser von Eilat sehen.
Nach 3,5 h wird uns aber doch langweilig. Immer nur in der Sonne liegen und baden ist einfach nichts für uns.
Da der Strand jetzt sowieso immer voller wird, machen wir uns gegen 13:00 Uhr wieder auf den Rückweg.
Wir kehren ein letztes mal bei unserem Falafel Dealer ein und hauen uns den Magen mit eben diesen Falafel voll und fahren anschließen ins Hotel.


Hier bekommen wir wieder einen Parkplatz direkt vor dem Eingang. Müssen wir also morgen das Gepäck nicht so weit tragen.
Nach einer kurzen Siesta packt Heidi die Koffer. Unsere Angst, dass wir ob unserer vielen Gewürze, die Obergrenze des 20 kg-Limits knacken ist unbegründet. Jeder Koffer hat noch 1,5 kg Spiel.
Wir starten Aqaba einen letzten, abendlichen Besuch ab. Wir gehen die obligatorische Runde vor unserem Hotel. Dort wechseln sich die Streetfoodläden mit den Restaurants und Bars ab, weiterhin stehen alle 300 Meter die Stände mit dem herrlichen arabischen Kaffee.



Gestern viel uns schon das Homes Restaurant auf, einerseits saßen viele Jordanier hier und andererseits war frisches Lammfleisch in den Kühlregalen zu sehen.
Wir bestellen Tahini Casserolle für Heidi und Mixed Meat für mich. Beide Gerichte beinhalten nur Lammfleisch, also alles rein vegetarisch.




Mein Mixed Meat stellt sich als Schaschlik heraus und ist butterweich. Auch Heidis Casserolle schmeckt sehr gut.
Zum abschließenden Abschluss trinken wir noch einen arabischen Kaffee mit Kardamon und kaufen etwas Baklava.
Im Hotel beobachten wir noch einmal das lebendige Treiben auf den Straßen und vertilgen unsere letzten Bierreserven.
Morgen um diese Zeit sind wir wieder in Berlin. Hoffentlich auch bei 25°C




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