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Antike auf vier Rädern: Pella, Vergina und die Steinbrücken.

vor 11 Minuten
9 Min. Lesezeit



21. September - Heute stehen wir ausnahmsweise mal ziemlich früh auf. Gegen acht Uhr wollen wir schon in Pella sein. Der Plan ist einfach: möglichst früh da sein, bevor die ersten Reisebusse einfallen und wir zwischen einer Horde Touristen und deren Selfie-Sticks nach den Überresten der alten Griechen suchen müssen.


Das Frühstück ist jedenfalls hervorragend. Gut gesättigt – vielleicht sogar etwas zu gut gesättigt – checken wir aus, schleppen unser Gepäck zum Auto und beladen unseren grauen Citroën. Wir haben ihn inzwischen liebevoll Silberkopf getauft. Wobei das natürlich überhaupt nichts mit unserem Alter zu tun hat, sondern mit seiner Farbe.


Alles verstaut, Türen zu, und schon geht es los bei einem herrlichen Sonnenaufgang Richtung Pella. Mal sehen, ob wir tatsächlich so früh dran sind, wie wir glauben.


Sunrise
Sunrise

Vor uns liegen heute ungefähr 380 Kilometer. Zum Glück ist die Straße am frühen Morgen noch angenehm leer, und rechts und links begleiten uns kilometerlang riesige Baumwollfelder. Wir fühlen uns fast wie im Süden der USA. Fehlt eigentlich nur noch ein Pickup-Truck, ein paar Kühe und irgendwo ein Typ mit Cowboyhut, der uns freundlich zuwinkt.



Baumwollfeld
Baumwollfeld

Leider gibt es da aber noch unseren dritten Mitreisenden: den grauen Silberkopf oder – je nach Gemütslage auch – Rentnerschleuder genannt.

Und der treibt mich langsam in den Wahnsinn.

Schon gestern Abend hat er plötzlich angefangen, komische Blubber- und Piepgeräusche von sich zu geben. Heute Morgen geht das Konzert munter weiter. Erst wissen wir überhaupt nicht, was der Kerl von uns will. Nach einer Weile kommen wir allerdings dahinter: Der Silberkopf meldet sich immer dann zu Wort, wenn wir die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit überschreiten.

Also eigentlich fast ständig.


Offenbar hat Citroën beschlossen, uns auf dieser Reise nicht nur von A nach B zu bringen, sondern gleichzeitig auch noch zum gesetzestreuen Autofahrer zu erziehen. Ein eingebauter griechischer Verkehrspolizist sozusagen.


Irgendwann gelingt es mir tatsächlich, dieses akustische Nervprogramm abzuschalten. Ruhe. Herrlich!

Allerdings hat der Silberkopf ein Gedächtnis wie ein Goldfisch. Sobald wir den Motor abstellen und später wieder starten, ist alles wieder da: Geschwindigkeitswarnung, Spurassistent und natürlich das fröhliche Geblubber.

Man könnte auch sagen: Der Wagen vergisst zwar alles, was wir ihm sagen – aber niemals, was er uns sagen wollte.


So fahren wir also durch die Baumwollfelder, genießen die Landschaft und werden dabei permanent von unserem französischen Beifahrer daran erinnert, dass wir doch bitte schön nicht so schnell fahren sollen.

Langsam frage ich mich, wer hier eigentlich wen fährt.


Etwa vierzig Minuten später erreichen wir Vergina. Natürlich finde ich den Parkplatz nicht sofort. Warum sollte auch einmal etwas einfach sein? Also drehe ich noch ein paar Runden durch den Ort, während wir uns langsam fragen, ob der Parkplatz vielleicht ein streng gehütetes Geheimnis der Gemeinde ist.


Irgendwann werden wir doch fündig. Wir stellen den Silberkopf ab, der zur Abwechslung einmal nicht piept, nicht blubbert und uns auch nicht ermahnt. Dann sind es nur noch ein paar Meter bis zum Eingang des archäologischen Museums.


Dort erwartet uns allerdings der nächste kleine Schock: Der Eintritt kostet 20 Euro pro Person.

Zwanzig Euro.

Dafür darf man immerhin zwei Museen besichtigen. Das klingt zunächst großzügig, ist aber vermutlich auch nur die elegante Art zu sagen: Wenn ihr schon einmal hier seid, könnt ihr auch gleich richtig bezahlen.


Wir überlegen eine Weile, ob wir uns die Tickets wirklich holen wollen. Nach dem eher enttäuschenden Besuch in Pella sitzt der Geldbeutel schließlich etwas lockerer als vorher. Aber nun sind wir einmal da. Und wenn wir schon bis Vergina gefahren sind, wollen wir uns die Gräber natürlich auch ansehen.

Zumal es sich hier nicht um irgendwelche gewöhnlichen Gräber handelt.


Vergina gilt als das antike Aigai, die erste Hauptstadt des makedonischen Königreichs. Hier wurden mehrere königliche Gräber entdeckt, die vermutlich aus dem 4. Jahrhundert vor Christus stammen. Besonders berühmt ist das Grab, das lange Zeit Philipp II. zugeschrieben wurde – dem Vater Alexanders des Großen.


Philipp II. machte Makedonien zu einer mächtigen Großmacht. Er reformierte das Heer, unterwarf große Teile Griechenlands und schuf damit die Grundlage für die späteren Eroberungen seines Sohnes Alexander. Der soll nach Philipps Tod im Jahr 336 vor Christus dessen Reich übernommen und anschließend bis nach Ägypten, Persien und Indien ausgedehnt haben.

Man könnte also sagen: In Vergina liegt der Mann begraben, der den Startknopf für Alexanders Weltkarriere gedrückt hat.


Die Gräber wurden 1977 von dem Archäologen Manolis Andronikos entdeckt. Sie lagen unter einem künstlich aufgeschütteten Hügel und waren erstaunlich gut erhalten. Anders als viele andere antike Grabstätten waren sie nicht vollständig geplündert worden. Im Inneren fand man kostbare Waffen, goldene Gefäße, Schmuck, Wandmalereien und eine goldene Grabkrone mit dem berühmten makedonischen Stern.


Besonders beeindruckend ist die goldene Larnax, eine kleine Grabtruhe, in der sich angeblich die sterblichen Überreste Philipps II. befanden. Auch die sogenannte Totenkrone mit ihren goldenen Eichenblättern gehört zu den berühmtesten Fundstücken der makedonischen Archäologie.


Ob tatsächlich Philipp II. in dem Grab bestattet wurde, ist unter Wissenschaftlern zwar nicht völlig unumstritten. Aber die Kombination aus Grabbeigaben, Datierung und historischem Zusammenhang passt so gut, dass die meisten Fachleute davon ausgehen.

Und nun stehen wir also vor dem Eingang und überlegen, ob wir für 40 Euro gemeinsam in die Unterwelt der makedonischen Könige hinabsteigen wollen.


Nach kurzer Beratung siegt die Neugier. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, sich die Gräber eines Königs anzusehen, dessen Sohn später fast die halbe bekannte Welt erobert hat.

Wir kaufen die Tickets.


Im Museum ist es angenehm dunkel und kühl. Die Gräber liegen in einem künstlich rekonstruierten Grabhügel, sodass man tatsächlich das Gefühl bekommt, in eine unterirdische Königsgruft hinabzusteigen. Keine grelle Sonne, kein Unkraut und vor allem keine schlecht gepflegten Mauerreste, die aussehen, als hätten sie seit 2000 Jahren niemanden mehr gesehen.

Stattdessen Gold, Waffen, kunstvolle Gefäße und Wandmalereien.


Nach Pella ist das eine deutliche Verbesserung.

Während wir durch die Räume gehen, stelle ich mir vor, wie die Makedonier damals ihre Könige bestattet haben: mit viel Gold, viel Pomp und vermutlich der festen Überzeugung, dass diese Männer auch im Jenseits noch standesgemäß auftreten müssen.


Nach dem Besuch in Vergina setzen wir unsere Fahrt fort. Unser nächstes Ziel ist die Brücke von Portisa, eine der eindrucksvollsten historischen Steinbrücken Nordgriechenlands. Sie liegt nicht an einer großen Fernstraße und auch nicht mitten in einer bequemen Ausflugslandschaft, sondern versteckt in der Schlucht des Venetikos-Flusses bei Spilaio. Schon die Anfahrt ist deshalb ein kleines Abenteuer.


Wir fahren ungefähr 30 km Serpentinen, deren Straße von der Breite eigentlich nur ein Kraftfahrzeug zulässt. Es herrscht aber Gegenverkehr. Ich weiß nicht, wie viel 180° Kurven wir heute gefahren sind, ich weiß aber, dass wir das ungeheuer Glück hatten, dass uns kein Auto entgegen kam.


Die Brücke stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, manche Angaben datieren sie genauer auf die Zeit um 1740. Erbaut wurde sie in der osmanischen Epoche, als solche Brücken für die Verbindung zwischen den Dörfern und Handelswegen von großer Bedeutung waren. Sie führte über den Venetikos und verband die Siedlungen der Umgebung mit den Wegen durch die Pindos-Berge.

Besonders bemerkenswert ist ihre Lage. Die Brücke steht direkt am Eingang einer engen, steil aufragenden Schlucht. Hinter dem niedrigen steinernen Bauwerk ragen die Felswände empor, während unter uns der Fluss durch das Geröll rauscht. Dadurch wirkt die Brücke nicht nur wie ein Verkehrsweg, sondern fast wie ein Tor in eine andere Welt.



Als nächstes steht nun die Brücke von Ziakas auf unserem Programm.


Die Ziakas-Brücke, von den Einheimischen auch „Tourkogefyro“, also Türkenbrücke, genannt, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie überspannt den Velonias, einen Nebenfluss des Venetikos, und war früher ein wichtiger Übergang in dieser bergigen Gegend. Über die Brücke verlief die sogenannte „Vasiliki Strata“, eine alte Verkehrsroute, die die Dörfer miteinander verband.


Und natürlich gibt es auch hier eine Geschichte dazu. Die Brücke verband das historische Dorf Ziakas mit den umliegenden Dörfern Mavranaioi und Mavronoros. Außerdem soll sie Schauplatz eines Gefechts zwischen Giannoulas Ziakas und den Osmanen gewesen sein. Hier war also früher durchaus mehr los als heute.


Wir stehen vor dem alten Bauwerk und schauen uns die beiden Bögen an. Einer davon ist deutlich größer, der zweite dient sozusagen als kleiner Bruder. Zusammen überspannen sie den Fluss und haben dafür gesorgt, dass Menschen hier schon vor langer Zeit trockenen Fußes von einer Seite auf die andere


Schließlich stellen wir fest: Die alten Griechen und Osmanen konnten offenbar ziemlich solide bauen.

Die haben ihre Bauwerke jedenfalls so konstruiert, dass sie nicht bei jedem Neustart vergessen, was vorher eingestellt war.


Ziakas Brücke
Ziakas Brücke

Nach der Brücke von Ziakas steht heute die Spanos-Brücke auf dem Programm. Und damit ist sie gleichzeitig die letzte ihrer Art, die wir auf unserer heutigen Brücken-Tour besichtigen.


Das Beste daran: Sie liegt tatsächlich direkt an der Straße. Keine schmalen Bergpfade, keine halsbrecherischen Serpentinen und keine Strecke, bei der ich mich irgendwann frage, ob wir eigentlich noch mit einem Mietwagen unterwegs sind oder schon an einer griechischen Rallye teilnehmen.


Auch unser Silberkopf scheint erleichtert zu sein. Wobei er natürlich keine Gelegenheit auslässt, uns daran zu erinnern, dass wir bitte schön nicht zu schnell fahren sollen. Man kann eben nicht alles haben.


Schon von der Straße aus fällt die Spanos-Brücke auf. Und diesmal ist es nicht irgendein kleines steinernes Brückchen, sondern ein richtiges Kaliber. Rund 85 Meter lang, fünf Bögen und aus sorgfältig behauenen Steinen gebaut. Sie gilt als die größte erhaltene Steinbrücke Makedoniens.


Erbaut beziehungsweise in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut wurde sie 1846. Die Jahreszahl ist sogar an einem der Bögen eingemeißelt. Finanziert wurde der Bau von Mustafa Pascha aus Argyrókastro, der den Beinamen „Spanos“ trug. Daher auch der Name der Brücke. Für den Bau soll er 50.000 Kuruş bezahlt haben – damals eine Menge Geld.


Und die Lage war damals keineswegs zufällig gewählt. Die Brücke überspannt den Venetikos, einen Fluss, der hier ordentlich Wasser führen kann. Sie verband die Dörfer der Gegend und war Teil einer wichtigen Verbindung zwischen dem nordöstlichen Pindos-Gebirge und Makedonien. Händler, Reisende, Hirten und ganze Karawanen waren hier unterwegs. Neben der Brücke gab es früher sogar ein Gasthaus, in dem die Reisenden übernachten konnten.


Wenn man sich das vorstellt, bekommt die Brücke gleich eine ganz andere Bedeutung.

Besonders beeindruckend sind die fünf großen Bögen. Die massiven Pfeiler stehen direkt auf den Felsen im Flussbett und sind so gebaut, dass sie auch starkem Hochwasser standhalten. Zusätzlich gibt es kleinere Entlastungsöffnungen, durch die das Wasser bei Hochwasser besser abfließen kann. Die alten Baumeister wussten also offensichtlich ziemlich genau, was sie taten.


Man fragt sich unweigerlich, wie die das damals geschafft haben. Keine Betonmischer, keine modernen Kräne, keine computergesteuerte Statik und vermutlich auch kein Mitarbeiter, der irgendwo auf einem Tablet nachschaut, ob die Brücke laut Herstellerangaben noch innerhalb der Garantiebedingungen liegt.

Stattdessen: Steine, Mörtel, Erfahrung und jede Menge Muskelkraft.

Und das Ergebnis steht heute noch.


Die Brücke wurde zwischen 2019 und 2023 umfassend restauriert und dabei möglichst wieder in ihre ursprüngliche Form zurückversetzt. Seit 1995 steht sie außerdem unter Denkmalschutz.

Und das Schöne daran: Die Spanos-Brücke ist nicht nur ein Museumsstück. Sie wird auch heute noch genutzt – sogar von Fahrzeugen und von Hirten, die ihre Schafe und Ziegen über die alte Verbindung zwischen den Bergen und den Ebenen treiben.

Damit ist sie für uns ein würdiger Abschluss unserer kleinen griechischen Brücken-Tour.



Spanos Brücke
Spanos Brücke

Die letzten knapp 90 Kilometer bis Ioannina vergehen rechts zähflüssig – oder besser gesagt: Wir kommen nur langsam voran. Obwohl wir inzwischen auf der Autobahn unterwegs sind, haben wir das Gefühl, durch ungefähr 1000 Tunnel zu fahren. Und von diesen 1000 sind gefühlt 999 nicht zweispurig befahrbar, weil angeblich irgendwo gebaut wird.

Um das Ganze auch wirklich glaubwürdig aussehen zu lassen, stehen alle paar Meter riesige Pfeiler mit einem weißen Pfeil auf blauem Hintergrund. Pfeil nach links, Pfeil nach rechts – Hauptsache, irgendwo steht ein Pfeil.


Ich bin inzwischen davon überzeugt: Wenn ich in Griechenland noch einmal ein Geschäft eröffnen sollte, dann ganz sicher keinen Souvenirladen. Ich mache eine Firma für Herstellung und Vertrieb griechischer Baustellenschilder auf. Bei dem Verbrauch hier dürfte das ein ziemlich lukratives Geschäft sein.


Gegen 16:30 Uhr erreichen wir schließlich unser Hotel in Ioannina. Wir werfen die Sachen aufs Zimmer – von Auspacken kann keine Rede sein – und machen uns sofort wieder auf den Weg in die Stadt. Schließlich haben wir ein wichtiges Ziel: Gyros.


Dank unserer Vermieterin haben wir einen Tipp bekommen, wo es angeblich den besten Gyros der Stadt gibt. Wenn eine Einheimische schon einen solchen Tipp gibt, gibt es für uns eigentlich keine Diskussion. Wir machen uns auf die Suche nach dem Gyros-Dealer unseres Vertrauens.

Und tatsächlich: Wir werden fündig.

Für knapp 20 Euro bekommen wir Gyros, Pita, Tzatziki, griechischen Salat, Wein und Wasser. Also genau das, was zwei erschöpfte Reisende nach einem Tag voller Kilometer, antiker Könige, alter Brücken und ungefähr 999 Tunneln brauchen.




Wir schlagen uns den Bauch ordentlich voll und sind danach zumindest kulinarisch wieder voll einsatzfähig.

Anschließend machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch Ioannina. Die Stadt gefällt uns ausgesprochen gut. Sie wirkt urtypisch griechisch, hat eine wunderschöne Atmosphäre und lädt eigentlich dazu ein, noch ein paar Stunden herumzulaufen.

Eigentlich.


Denn unser Körper hat inzwischen einen anderen Plan.

Der heutige Tag hat uns ordentlich geschlaucht. Wir sind müde, die Beine sind schwer und eigentlich wollen wir nur noch ins Bett und die Welt Welt sein lassen.

Doch dann kommen wir zurück ins Hotel und sehen ihn: den Pool.


Er liegt da und lächelt uns förmlich an.

Na gut, vielleicht lächelt er nicht wirklich. Aber nach diesem Tag bilden wir uns das einfach ein.

Also beschließen wir, ihm noch einen Besuch abzustatten.


Das Wasser ist allerdings zunächst so kalt, dass wir kurz überlegen, ob wir nicht vielleicht doch lieber nur unsere Füße hineinhalten. Aber wie das beim Baden nun einmal ist: Nach ein paar Minuten hat sich der Körper entweder an die Temperatur gewöhnt – oder aufgegeben.

Wir bleiben tatsächlich fast eine halbe Stunde im Wasser.


Danach fühlen wir uns erstaunlicherweise wieder richtig gut. Vielleicht ist es die Abkühlung, vielleicht das Gyros, vielleicht einfach die Tatsache, dass wir den heutigen Tag tatsächlich komplett geschafft haben.

Zurück auf dem Balkon genießen wir noch den Sonnenuntergang.


Langsam verschwindet die Sonne hinter der Landschaft und die Nacht zieht auf.

Dazu gibt es die passende musikalische Untermalung.

Irgendwo in der Umgebung bimmeln Kuhglocken.

Und zwar so, als würden die Kühe gerade eine sehr traurige Wanderung durch die griechische Nacht veranstalten. Vielleicht haben sie sich verlaufen. Vielleicht finden sie den Stall nicht mehr.

Wir wissen es nicht.


Wir sitzen jedenfalls auf unserem Balkon, schauen in die Dunkelheit und hören das Bimmeln immer leiser werden.

Ein langer Tag geht zu Ende.


Pella, Vergina, Brücken, Tunnel, Gyros, Ioannina und zum Schluss noch ein kalter Pool – für heute reicht es.

Und deshalb sagen wir jetzt:

Gute Nacht.



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