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Star Ferry – Wan Chai – Symphony of Lights

Aktualisiert: 10. Juli 2023


21. Juni Der vorletzte Morgen in Hongkong begrüßt uns mit kräftigen Sonnenstrahlen. Sofort ist klar - das wird ein Erik's day. War ja nicht anders zu erwarten. Aber besser als Regen und Gewitter. Beim Frühstück wie jeden Tag das gleiche Procedere.


Ich soll eine Frühstücksrechnung über €50 unterschreiben, obwohl das Essen im Preis bereits enthalten ist. Ich interveniere und wie jeden Tag wird die Summe durchgestrichen. Das nervt. Zusätzlich muss man auf dem Zettel noch die Zimmernummer und den Namen in Blockbuchstaben eintragen. Ich wollte hier eigentlich Urlaub machen und nicht arbeiten.


Für ein 4-Sterne Hotel ist der Service im YMCA ziemlich schlecht. Die KellnerInnen oder Bediensteten im Empfangsbereich stehen meist missgelaunt oder mürrisch herum, man fühlt sich hier nicht so richtig willkommen. Auf Fragen erhält man erst einmal ein Gegenfrage mit einer enthaltenen Antwort, die rein gar nichts mit der eigentlichen Frage zu tun hat.


Das zieht sich aber durch ganz Hongkong. Der Großteil der Bevölkerung ist mürrisch, unfreundlich und egoistisch. Selten sehen wir die Menschen lächeln. Was für ein Gegensatz zu Japan, Thailand oder Laos. Für uns hat China so gar nichts mit dem Asien gemein, das wir bisher kennengelernt haben.


Viele Sachen sind auch einfach mal reglementiert. So stehen hundert Meter lange Absperrung an den Straßen, so dass man sie nur an Ampeln überqueren kann, um dann den Weg wieder zurück laufen zu müssen, um zu seinem eigentlichen Ziel zu kommen.


Aber wie auch in Japan, gilt auch hier: Verlasse dich nie auf die Wegbeschreibung eines Asiaten. Hole dir immer mindestens noch fünf weitere Meinungen ein. Wenn Du Pech hast, erhältst du fünf verschiedene Routen. Wenn Du Glück hast ist die richtige dabei.


Selbst der Tramfahrer, der jeden Tag die gleiche Strecke fährt, schickt uns in die falsche Richtung. Wenn man dann kritisch nachfragt, verstehen sie nichts oder drehen sich einfach weg. Oder antworten auf chinesisch.


Gestärkt vom euro-asiatischen Frühstück fahren wir mit der Star Ferry von Kowloon nach Wan Chai.

Dort suchen wir eine Shopping Mall, um mir noch ein T-Shirt zu kaufen. Meine alten sind alle durchgeschwitzt. Natürlich finden wir keine Mall, da uns aber die Hitze auf den Straßen an einen Backofen erinnert, schwingen wir uns in eine der zahllosen Ding Ding und fahren zum Western Market.


Ein altes Gebäude aus der Kolonialzeit, das heute noch als Markt dient. Wir sitzen am offenen Fenster und genießen das langsame Umherzuckeln des Waggons. Überhaupt sind die Fähre und die Ding Dings eine sehr preiswerte und entspannte Möglichkeit Sightseeing Touren durch Hongkong durchzuführen. Bei 35 Cent pro Fahrt macht man nichts falsch.


Der Western Market entpuppt sich primär als Geschäft für Stoffe. Die Food Abteilung ist heute geschlossen, überhaupt öffnen die Geschäft erst ab 11:00 Uhr. Also steigen wir wieder in eine Linie der städtischen Straßenbahn und fahren zur U-Bahn Station Wan Chai.


In der Nähe dieses Bahnhofs befindet sich das Lily' Food Restaurant. Dort essen wir die bisher besten Won Ton des Urlaubs. Einmal gegrillt und einmal gedämpft. Einmalig. Dazu trinkt Heidi eine kalte Sojamilch. Sie erfrischt und schmeckt sogar. Ich ordere lieber eine Fanta. Die schmeckt allerdings nicht.


Mit der Fähre geht es wieder zurück nach Kowloon. Hier kaufen wir Tickets für die Star Ferry Symphonie of Lights. 19:40 Uhr geht es los und wir schippern dann auf dem Fluss zwischen all den beleuchteten und illuminierten Hochhäusern entlang. So die Reklame.


Als nächstes geben wir unsere Octopus Cards an der U-Bahnstation wieder zurück. Sie hat uns gute Dienste erwiesen, so etwas wäre in Deutschland auch ganz schön. Am besten wie in Japan, im gesamten Land einsetzbar. Im Hotel buchen wir den Flughafentransfer, der beinhaltet eine Busfahrt vom Hotel bis zum Airport Terminal. Idealer geht es nicht, und wir sind nicht der Witterung ausgesetzt.


Auf dem Hotelzimmer verdrücken wir noch unsere gestern gekauften Litschis und Mangostinos und begeben uns dann zur Siesta. Am Abend sehen wir den ersten lebenden Hund (fotografiert) und den ersten lebenden Fahrradfahrer (nicht fotografiert). Sachen gibt’s.


Wir machen noch einen Spaziergang auf der Strandpromenade. Die ersten Fotostative sind schon aufgebaut, um die Lichtershow die 20:00 Uhr beginnt, aufzunehmen oder zu fotografieren. Wir fotografieren erst einmal unser Hotel bzw. unser Zimmer. Dazu haben wir extra die Vorhänge zurück gezogen und eine Lampe ins Fenster gestellt. So wollen wir es erkennen.


Und so erkennen wir es auch. Dann ist es langsam Zeit zum Fährterminal zu gehen, 19:45 Uhr ist Boarding und die schlechtesten Plätze wollen wir auch nicht bekommen. Wir sitzen im Freien am Bug, im Innenraum ist noch massig Platz, aber da ist die Klimaanlage so eingestellt, dass sogar ein Inuit frieren würde.

Das beleuchtete Hongkong sieht wunderschön aus, die Symphonie of Lights dagegen ist ein Witz. Wir dachten beim ersten Betrachten aus unserem Hotelfenster, dass wir vielleicht nicht alles gesehen haben. Wir irrten.


Mit dem Schiff drehen wir eine Riesenrunde, es ist ein imposanter, farbenfroher Anblick. Nach einer Stunde legen wir wieder an. Wir holen uns noch etwas Hühnchen und verspeisen es mit Blick auf HK Island in unserem Hotelzimmer.


Morgen früh können wir ausschlafen und machen uns dann zurück auf den Weg ins geliebte Nippon.

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