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Goodbye, you beautiful country

Aktualisiert: 11. Juli 2023


13. April Es heißt Abschied nehmen. 3 Wochen Iran intensiv - wir freuen uns wieder auf zu Hause. Die Reisezeit ist völlig ausreichend, mehr Informationen oder neue Eindrücke können wir auch nicht mehr aufnehmen.


5:32 Uhr fährt der Shuttle zum internationalen Flughafen des kleinen Strolches. Hier sehen wir zum ersten mal so etwas wie Betrieb, viele Menschen wuseln umher, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass gleich nach dem Eingang eine große Sicherheitsschleuse ist. Alle Gegenstände die mitgeführt werden, müssen durchleuchtet werden.

Danach haben wir freie Weg zum Check In. Hier großes Lob an Turkish Airlines - vier Schalter sind besetzt und so sind wir nach 10 Minuten im Besitz unserer Bordkarten.

Jetzt noch die Passkontrolle, hier erleben wir den ersten mürrischen Beamten, er gähnt die ganze Zeit mit weit offenem Mund und wir erkennen an seiner Körpersprache, dass er genau den Job macht, den er sich sein ganzes Leben erträumt hat. Man könnte meinen, dass wir an einem x-beliebigen Flughafen in den USA sind.


Nach dieser Hürde sind wir schon in der Duty Free Zone. Da soll schon alles gewesen sein? Wir holen uns einen Latte Macchiato, frisch gepressten Orangensaft und ein ungenießbares Chicken-Cheese-Sandwich. Der Kaffee und der Saft schmecken aber sehr gut.


Jetzt heißt es, die letzten Millionen auf den Kopf hauen. Das fällt nicht schwer, Bakhlava und Kandiszucker wandern in Heidis Rucksack und wir zur letzten Kontrolle. Völlig unproblematisch passieren wir die letzte Hürde, die Polizisten lächeln und winken mich durch, ich glaube sie haben gar nicht auf ihren Monitor geschaut.


Bei Heidi dauert es etwas länger - mit Recht, sind Frauen ja meist die gefährlicheren Reisenden. Wir haben noch 5 Minuten bis zum Boarding, aber es stellt sich heraus, dass unser Flieger eine Stunde Verspätung hat. Das wird allerdings nicht angezeigt - hier gibt es gar keine Anzeigetafeln. Nein, das muss der geneigte Reisende schon selbst im Internet recherchieren.


Mit einer Stunde Verspätung heben wir ab, uns lässt das kalt, da wir in Istanbul sowieso 2 Stunden und 40 Minuten Aufenthalt haben. Andere Passagiere sehen ihre Felle für die Anschlussflüge allerdings wegschwimmen. Sie haben nur eine Stunde oder weniger Aufenthalt. Sofort nach Eintritt in den Flieger, entledigen sich 95% der Frauen ihres Kopfschmucks und fühlen sich so sichtbar wohler.


Der Flug dauert 10 Minuten länger als avisiert und so landen wir nach 3,5 Stunden auf den neuen Istanbuler Airport. Was jetzt passiert spottet allerdings jeder Beschreibung.


Wir fahren geschlagene 40 Minuten bis zu unserem Gate! Ein Vorgeschmack was uns beim BER erwartet? Unser komfortabler Zeitpuffer hat sich inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst, zumal wir nicht wissen, wie weit das neue Gate entfernt ist.


Noch einmal geht es durch eine Sicherheitsschleuse und dann können wir zur Abfertigungshalle B1B gehen. Nirgendwo ist auch nur ein Hinweis, welche Zeit wir bis zu unserem Ziel ungefähr benötigen. Und das bei einem neu eröffneten Airport.

12:00 Uhr soll der Flieger starten, 11:40 Uhr sind wir da.


12:15 ist Boarding, 12:30 Uhr setzt sich der Airbus in Bewegung. Diesmal fahren wir nur 20 Minuten bis zur Startbahn. Der Flug verläuft unspektakulär, wir haben einen Dreier-Platz für uns allein. 12:45 - deutscher Zeit - trinke ich nach dreiwöchiger Abstinenz wieder ein Bier. Na gut, es ist Efes und es schmeckt scheußlich, eigentlich ist es kein Genuss, eher das Gegenteil.

Das Entertainmentsystem ist, wie auch schon beim vorherigen Flug, ist eine Katastrophe und so beschalle ich ich über mein Smartphone.


14:15 Uhr landen wir wohlbehalten in Tegel, es wurde anscheinend etwas Zeit "heraus geflogen". Tegel zeigt sich wieder von deiner besten Seite. Nichts ist hier so sicher, wie die elend lange Wartezeit auf das Gepäck.


Heute dauert es 50 Minuten, ehe sich das Gepäckband anfängt zu drehen. Unsere Koffer kommen zum Glück gleich zum Anfang, so dass wir endlich Tobi und Jule, die uns abholen in die Arme schließen können.


Tobi meint, dass es besser ist die Autobahn zu nehmen, da die Innenstadt, ob des einsetzenden Osterferienverkehrs, auf der Herfahrt schon ziemlich voll war. Na gut, ab dafür.


Kurz bevor wir die Abfahrt nach Frankfurt/O. nehmen wollen, erscheint der Hinweis, dass diese bis Montag morgen wegen Brückenarbeiten gesperrt ist. Die darauf folgende Odyssee kann ich geistig nicht mehr nachvollziehen, nur soviel, wir fahren schlussendlich doch durch die leere Stadt und sind 17:08 Uhr wieder zu Hause.


Böse Zungen behaupten, dass Tobi diese Kreuzfahrt mit Absicht initiiert hat, um auch einen Slot im Reisebericht zu erhalten. So nicht mein Freund! Du wirst in keiner Weise erwähnt.


Wir packen aus, essen mit Tobi und Jule Bakhlava und Nüsse, präsentieren unsere Mitbringsel und nachdem wir wieder allein sind grillen wir ein paar Bratwürste und schlafen gegen 21:00 Uhr selig ein.

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