Fraserway – Capilano Suspension Bridge – Momo Sushi
- Holger Schweitzberger

- 11. März 2019
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Juli 2023
23. Mai 6:00 Uhr klingelt heute der Wecker. Das Frühstück habe ich gestern schon vorbereitet, wir müssen ja jetzt nur noch klar Schiff machen. Das Wetter ist wieder unbarmherzig sonnig - blauer Himmel - na ihr kennt das ja nun schon.
Wir trinken Kaffee, packen die Koffer fertig und säubern den Innenraum. Danach erfolgt das Leeren der Abwassertanks und Entfernen des Strom- und Wasseranschlusses. Gegen 7:30 Uhr verlassen wir unseren letzten Campground. Auch er hat uns sehr gut gefallen, aber das ist nun Geschichte und wir fahren auf die Autobahn Richtung Vancouver.
Knapp 100 km haben wir vor uns, das Navi berechnet eine Fahrzeit von ca. 90 Minuten. Plötzlich stellen wir etwas Ungeheures fest. Im Eifer des Gefechts haben wir heute früh doch tatsächlich unseren Gasgrill vergessen. Wir weinen leise vor uns hin, ändern können wir es aber nicht mehr.
Die Straße nach Vancouver ist ziemlich voll, je näher wir der Stadt kommen, desto voller wird es. 5 km vor unserem Ziel - Megastau. Das liegt zum einen an Baustellen und zum anderen an der Fahrweise der Kanadier und zum dritten an den desolaten Ampeleinstellungen.
9:20 Uhr kommen wir bei Fraserway an. Wir werden sofort in die Spur zu Autorückgabe geleitet. Die Abnahme dauert ungefähr 10 Minuten, die restlichen Formalitäten nehmen die gleiche Zeit in Anspruch. Der nächste Shuttle fährt erst in 90 min in die Innenstadt, das sind zu viel der wertvollen Millisekunden, deshalb rufen wir uns ein Taxi.
Übrigens, die bei Fraserway angebotenen Dinge, die man für einen Wohnmobilurlaub benötigt, sind um einiges preiswerter, als im richtigen Leben. Hätten wir das gewusst, hätten wir einige Bucks gespart. Egal, knapp eine Stunde fahren wir durch den dichten Verkehr nach Downtown Vancouver. Da wir eine Flatrate haben, ist uns aber der Preis und die Zeit egal.
Das HI Vancouver Central, ein Hostel mit unschlagbaren Preis liegt sehr zentral in der Granville Street. Wir können erst 15:00 Uhr auf die Zimmer, das wissen wir, deshalb verstauen wir unsere Koffer im Storageroom und machen uns danach auf den Weg zum Canada Place. 10 min Fußweg. Hier startet der kostenlose Shuttle zur Capilano Suspension Bridge und dem dazugehörigen Park.
Erinnerung: BC und Es gibt weitere Brücken, in etwa 30 m Höhe, die die Sicht der Vögel nachempfinden. Auch hier bin ich dabei. Das einzige was echt stört, sind die Leute, die sich immer und überall fotografieren müssen und so den ganzen Verkehr aufhalten. Fast alles was wir sehen, haben wir bereits in freier Wildbahn beobachten können.







Allerdings sind hier die Bäume so gewachsen, dass sie für die Fußgänger als Boden mit Handlauf und Zaun dienen. Ich finde, dass sollte man auch überall so einrichten. Dem Cliffwalk verweigere ich dann doch mein Teilnahme. Genug ist genug. Heidi allerdings schlendert diesen lebensgefährlichen Parcours bis zum Ende, erst dann liegen wir uns wieder in den Armen.

Mit dem Shuttle fahren wir dann zur Robson Street. Aufmerksame Leser wissen - ah, da residiert Momo Sushi. Schnell eine Udon Suppe und etwas Sushi, dann zieht es uns aber ins Hostel.
Wir residieren im 4. Stock, ich dusche ausgiebig und Heidi guckt bei YouTube "Der Alte". Nachmacher. Nach einem kleinen Mittagsschlaf marschieren wir zur Nelson Street.
Dort habe ich vor Wochen zwei Plätze im japanischen BBQ - Restaurant bestellt. Das ist nur fünf Minuten entfernt und so müssen wir im nebenan liegenden Pub noch ein Bier trinken um auch pünktlich 19:00 Uhr vor Ort zu sein. Von weitem sieht es dort sehr leer aus und ich frage mich, ob die Reservierung notwendig war.





Sie ist es, als wir ankommen, ist es knackevoll. Wir bekommen schnell einen Platz am Fenster und das Mahl kann beginnen. Nach 90 Minuten verlassen wir kugelrund den Ort des Geschehens.
Das einzige was wir nun unbedingt brauchen, ist ein guter Kaffee. Just in diesem Moment taucht ein Coffeeshop auf, da gibt es sogar Tassen - und, der Kaffee ist erstklassig.
Zufrieden tappen wir zu unserem Hostel und auf unser Zimmer. Wir lesen etwas, schauen noch deinen Krimi und schlafen zufrieden ein.




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