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Hakone Nationalpark – Fujisan

Aktualisiert: 9. Juli 2023


08. Juni Wir stehen gegen 9:45 Uhr auf. Leider ist es bewölkt und unsere Hoffnung den Fujisan bewundern zu können hält sich in Grenzen. Frühstück essen wir heute auch nicht, wir wollen im Zug eine Bento-Box kaufen und deren Inhalt verzehren.


Bento-Boxen werden überall angeboten und beinhalten meist kleine verschiedene Köstlichkeiten. Der Inhalt unterscheidet sich zusätzlich noch von Region zu Region.


Wir fahren bis Ueno und kaufen dort unser Ticket für den Shinkansen Hakiri nach Odawara. Die Züge fahren im 30-Minuten-Takt und somit ist Zeitdruck oder Eile unangebracht. Durch den JR-Pass müssen wir nichts bezahlen, wir erhalten nur unsere Platzkarte.

Die Yamanote Line bringt uns in zehn Minuten zur Tokyo-Station, hier fährt der Zug ab. Pünktlich 11:33 Uhr setzt er sich in Bewegung. Auf unseren Plätzen haben wir massig Platz, große Beinfreiheit und die Lehnen kann man 40° zurückstellen. Außerdem sind beide Plätze um 180° zu drehen, so dass man wählen kann, wie man zur Fahrtrichtung sitzen will.


Glücklicherweise habe ich auf dem Bahnhof noch schnell eine Bentobox besorgt. Im Zug kommt nämlich niemand vorbei. Wir essen unser Teriyaki mit Reis und Gemüse und sind in 35 Minuten in Odawara. Auch hier ist der Bahnhof riesig und gleicht einem Airport Terminal.


Wir steuern die Touristeninformation an, um in Erfahrung zu bringen, wo der Fujisan am besten zu sehen und zu fotografieren ist. Noch nicht richtig angekommen, werden wir gleich von Aiko begrüßt und nach unserem Begehren gefragt. Auf die Frage nach bester Sicht und so weiter, lächelt sie mich müde an.


Sie zeigt auf den großen Monitor, der am Eingang angebracht ist und auf dem ein Livebild des großen Berges gestreamt wird. Das ist also der heilige Berg. Er sieht imposant und furchteinflößend aus - so hinter der Wolkenwand, die fast den gesamten Bildschirm einnimmt.

Leider kann auch Aiko uns nicht versprechen, dass sich das heute noch einmal ändert. Sie empfiehlt uns aber eine Rundreise zum Hakone National Park. Da wir dort sowieso hin wollten, stimmen wir zu. Sie besorgt uns das Tagesticket, bei dem man ca. 500 Yen spart und stellt eine Tour mit Bahn und Bus zusammen, bei der wir am meisten zu sehen bekommen.


Ein paar Mal fragt sie vorsichtshalber, ob wir das auch wirklich alles so wollen. Wir wollen. Ein toller Service der hier angeboten wird, nicht aufdringlich aber kompetent.


Wir fahren mit dem Hakone Tozan Train bis Hakone-Yumote. Dort schlendern wir etwas durch das kleine Städtchen und fahren dann weiter ab Gleis 3 Richtung Gora nach Kowakidani. Von dort sollen wir den Autobus der Linie H nehmen, um ans Ziel zu kommen.

Die Fahrt nach Kowakidani ist übrigens sehr lustig. Der Zug muss ganz schön schnaufen um die nun herankommenden Berge zu erklimmen und ich möchte wegen des Fotografierens gern in Fahrtrichtung sitzen. Also tausche ich mit Heidi die Plätze.


An der nächsten Station fährt unser Tozan Zug aber rückwärts heraus, umso seine Fahrt fortzusetzen. Wir tauschen wieder die Plätze. Was soll ich sagen, an der nächsten Station fährt unser Tozan Zug rückwärts heraus, um so seine Fahrt fortzusetzen. Wir tauschen...


Nein, machen wir nicht, wir lachen nur. Ach ja, Kowakidani - ein klitzekleines Dörfchen mit einer zahnlosen alten Frau, die auch an der Bushaltestelle steht und uns etwas japanisches sagt. Und dabei lacht. Dann geht sie weg und wir sind ganz allein.


Ob hier je ein Bus kommt? Was wenn nicht, wo werden wir hier später begraben? 13:14 Uhr soll der Bus der Linie H kommen. Ich kenne so etwas auch von brandenburgischen Dörfern. Da sind schon Menschen verhungert.


13:14 Uhr steigen wir pünktlich in den Bus, der uns in 30 Minuten nach Moto-Hakone bringt. Unserem Ziel. Moto-Hakone liegt direkt am Lago Ashi. Dort befindet sich auch das Torii zum Hakone Jinja Schrein und das ist auf jedem Bild vom Fuji auch mit zu sehen. Wenn es in Moto-Hakone aufgenommen wird.


Als wir am Ufer des Lago Ashi stehen, können wir unser Glück kaum begreifen, von hier können wir den Fuji genauso gut bewundern wie heute Morgen auf den Monitoren in Odawara. Er verbirgt sich herrlich hinter einer dichten Wolkenwand und strahlt eine majestätische Ruhe aus.

Wir spazieren zum Jinja Schrein und haben einen herrlichen Ausblick auf den See. Die Sonne scheint und es ist ziemlich schwül. Im Dörfchen erstehen wir unser alljährliches Souvenir - einen Samurai Krieger als Holzfigur (Made in Japan).

Wir essen noch ein Eis und fahren danach 16:15 Uhr mit dem Bus der Linie R zurück nach Odawara. Die Fahrt ist ganz interessant, da wir durch viele kleine Orte kommen und das japanische Leben außerhalb der Großstädte ein wenig kennen lernen können.


In Odawara unternehmen wir noch einen kleinen Stadtbummel und plötzlich sehen wir ein kleines Ramen-Nudelrestaurant. Für insgesamt €8 schlemmen wir zwei hervorragende Suppen mit Schweinebraten als Einlage. Einfach köstlich.

18:33 Uhr fahren wir mit dem Shinkansen Kodomi zurück nach Tokio und sind 19:30 Uhr wieder im Hotel.


Es war wieder ein sehr schöner Tag, heute mit viel Natur und wenig Hektik der Innenstadt. Nach unserem gestrigen Schlemmermahl besuchen wir am Abend nur noch zwei Sushi Restaurants und landen 21:30 Uhr wohlbehalten im Hotelzimmer, wo wir uns noch zwei Eiskaffees genehmigen.


Und ein Stoutbier.


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