top of page

belgien - moules-frites & kriek
belgien
italien


Moules-frites & Kriek
Es ist vollbracht – seit dem 1. Juli gehören Heidi und ich offiziell zur Spezies „Retired Couple“.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten bestimmt kein Arbeitgeber mehr unseren Kalender. Wir müssen nicht mehr überlegen, ob wir für eine Reise genügend Urlaubstage haben oder ob der Chef gerade schlechte Laune hat. Wenn uns heute nach einer spontanen Tour ist, packen wir den Koffer – und fahren los.


Berlin - Brüssel - Gent
Der Wecker reißt uns mit der Feinfühligkeit eines Presslufthammers aus dem Reich der Träume. Wer behauptet hat, der frühe Vogel fange den Wurm, war vermutlich noch nie um diese Uhrzeit freiwillig unterwegs.


Gent: Gravensteen - Korenmarkt - St. Bavo Kathedrale - Feeste
Heute steht zunächst aber Kultur auf dem Programm. Unser erstes Ziel: die Burg Gravensteen, die majestätisch am Rand der Altstadt thront. Von unserer Unterkunft sind es knapp zwei Kilometer Fußweg – eigentlich keine Entfernung. Zumindest nicht auf dem Papier.


Gent - Brügge
Unser heutiges Ziel ist Brügge – neben Gent angeblich die schönste Stadt Belgiens. Nach allem, was wir bisher gesehen haben, sind die Erwartungen entsprechend hoch. Mal sehen, ob Brügge liefern kann oder ob Gent am Ende doch den Schönheitspreis mit nach Hause nimmt.


Brügge, Meer & Ypern
Nach den gestrigen zwölf Kilometern zu Fuß haben wir uns für heute fest vorgenommen, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Wobei wir solche Vorsätze inzwischen mit einer gewissen Skepsis betrachten. Bisher endete nämlich jeder Tag, der mit den Worten Heute wird’s entspannt begann, mit schmerzenden Waden und einem Blick auf die Fitnessuhr, der uns daran erinnerte, dass wir auch einen Halbmarathon hätten laufen können.


Ypern, Poirot, Mons
Das Frühstück entschädigte dann doch für einiges. Es war überraschend gut und ließ den modrigen Geruch der vergangenen Nacht zumindest für die Dauer von Kaffee und Rührei vergessen. Beim Auschecken fragte uns der Hotelbesitzer freundlich, ob es uns gefallen hätte. Da Ehrlichkeit bekanntlich am längsten währt – antwortete ich wahrheitsgemäß.


Mons - Leuven - Hasselt
Nach einer überraschend ruhigen Nacht erwachen wir erstaunlich ausgeruht. Lediglich die Temperaturen im Zimmer erinnerten eher an eine finnische Sauna mit Teppichboden als an ein belgisches Hotel.
Nach einer kalten Dusche – freiwillig, denn irgendetwas muss den Kreislauf ja davon überzeugen, dass der Urlaub weitergeht – marschieren wir zum Auto.


Hasselt - Brüssel
Der Tag beginnt heute ungewöhnlich früh. Um 6:25 Uhr klingelt der Wecker – eine Uhrzeit, zu der normale Urlauber sich noch einmal umdrehen. Ich dagegen springe aus dem Bett. Na gut, springe ist vielleicht etwas übertrieben. Eher ein kontrolliertes Herausrollen.


Vaarwel België
Plötzlich ist es soweit: Eine ganze Woche ist vorbei. Irgendwie erstaunlich, denn sie fühlte sich eher wie drei Wochen Urlaub an – allerdings ohne Jetlag, dafür mit täglich wechselnden Hotelzimmern und der spannenden Frage: Wo steht heute eigentlich das Auto?
bottom of page