Meine ganz persönlichen Top 20
10.
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Thailand


Thailand war eines der Länder, die mir gezeigt haben, wie spannend es sein kann, in eine völlig andere Welt einzutauchen.
Als Heidi und ich 2009 dorthin reisten, erwarteten uns goldene Tempel, geschäftige Städte, tropische Landschaften, exotisches Essen und Menschen, deren Alltag sich in vielerlei Hinsicht von unserem unterschied. Und natürlich durfte auch das Meer nicht fehlen. Schließlich sind wir zwar neugierige Reisende, aber gegen ein paar Tage am Strand haben wir bekanntlich nichts einzuwenden.
Thailand ist für mich die perfekte Mischung aus Kultur, Abenteuer und Entspannung. Ich kann morgens durch einen Tempel laufen, mittags auf einem Markt fremde Gerichte probieren und abends am Strand sitzen. Und wenn zwischendurch etwas anders läuft als geplant, ist das eben so. Ich bin schließlich im Urlaub und nicht bei einer militärischen Übung.
Besonders Bangkok hat mich beeindruckt. Diese Stadt ist laut, hektisch, voller Gegensätze und manchmal einfach überwältigend. Auf der einen Seite moderne Einkaufszentren und breite Straßen, auf der anderen Seite enge Gassen, kleine Garküchen und traditionelle Märkte. Überall gibt es etwas zu sehen, zu riechen und zu hören. Wer hier Ruhe sucht, sollte sich vielleicht ein anderes Reiseziel aussuchen. Wer dagegen das Leben in seiner ganzen Intensität erleben möchte, ist genau richtig.
Die Tempel und Paläste gehören für mich zu den Höhepunkten Thailands. Der Königspalast und der Wat Pho zeigen, mit welcher Liebe zum Detail hier gebaut und gestaltet wurde. Goldene Dächer, kunstvolle Verzierungen und riesige Buddhafiguren lassen einen schnell vergessen, wie viele Menschen sich gleichzeitig durch die Anlagen bewegen. Ich schaue mir solche Orte gern genau an, denn hinter den Bauwerken steckt nicht nur beeindruckende Architektur, sondern auch eine Kultur, die über Jahrhunderte gewachsen ist.
Auch die Fahrt auf den Klonghs, den Wasserkanälen Bangkoks, hat ihren besonderen Reiz. Vom Boot aus bekommt man eine andere Perspektive auf die Stadt und ihren Alltag. Man sieht Wohnhäuser am Wasser, kleine Anlegestellen und Szenen, die einem vom Straßenverkehr aus verborgen bleiben würden. Solche Erlebnisse mag ich besonders: Man entdeckt eine Stadt nicht nur über ihre berühmten Sehenswürdigkeiten, sondern bekommt zumindest einen kleinen Einblick in das Leben der Menschen.
Weiter im Norden warteten Chiang Mai und das Goldene Dreieck auf uns. Die Zugfahrt nach Chiang Mai war bereits ein Erlebnis für sich, und im Norden zeigt sich Thailand von einer anderen Seite. Die Landschaft wird grüner, die Atmosphäre ruhiger und die Eindrücke verändern sich. Am Goldenen Dreieck treffen Thailand, Laos und Myanmar in einer geschichtsträchtigen Region aufeinander. Der Mekong ist dabei weit mehr als nur ein Fluss. Er verbindet Länder und Menschen und war über lange Zeit eine wichtige Lebensader dieser Region.
Natürlich gehören zu Thailand auch die Begegnungen mit der Natur. Der Besuch eines Elefantencamps und einer Orchideenfarm brachte uns eine weitere Seite des Landes näher. Gerade solche Ausflüge zeigen, wie vielfältig Thailand ist. Zwischen Großstadt, Tempeln und tropischer Vegetation liegen manchmal nur wenige Stunden Fahrt.
Und dann wäre da noch das Essen! Ich probiere im Urlaub gern die einheimische Küche, und Thailand ist dafür ein wahres Paradies. Frische Kräuter, Gewürze, Nudeln, Reis, Gemüse und die vielen kleinen Garküchen machen jede Mahlzeit zu einer Entdeckungsreise. Ein Kochkurs durfte deshalb ebenfalls nicht fehlen. Schließlich kann man sich nicht nur im Restaurant durch die thailändische Küche probieren, sondern auch versuchen, ein bisschen von ihrem Geheimnis mit nach Hause zu nehmen. Ob mir das anschließend genauso gut gelingt wie den Einheimischen, steht auf einem anderen Blatt.
Nach all den Eindrücken kam natürlich auch die Entspannung nicht zu kurz. Auf Ko Samui konnten wir am Strand die Seele baumeln lassen. Ein Bad im Meer, ein Spaziergang am Wasser und einfach einmal nichts vorhaben – auch das gehört für mich zum Reisen. Ich muss nicht jeden Tag von morgens bis abends mit Sehenswürdigkeiten vollstopfen. Obwohl ich zugeben muss, dass mir das Nichtstun manchmal schwerer fällt als das Kilometerfressen.
Was Thailand für mich so besonders macht, ist die Vielfalt auf vergleichsweise engem Raum. Hier treffen jahrhundertealte Traditionen auf modernes Leben, geschäftige Metropolen auf ruhige Landschaften und kulturelle Entdeckungen auf entspannte Strandtage. Ich kann aktiv unterwegs sein und trotzdem genügend Zeit zum Genießen finden.
Ich mag Thailand, weil es mich neugierig macht, weil es so viele unterschiedliche Eindrücke bietet und weil ich dort Kultur, Abenteuer und Erholung miteinander verbinden kann. Es ist ein Land, in dem ich jeden Tag etwas Neues entdecken kann, ohne auf die kleinen Annehmlichkeiten des Urlaubs verzichten zu müssen.

