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Meine ganz persönlichen Top 20 

17.

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Madrid

Madrid ist keine Stadt, die sich nur anschauen lässt – Madrid will erlebt werden.

Madrid überzeugt mich auf eine spezielle Art: mit ihrem Lebensgefühl, ihren prachtvollen Boulevards, den historischen Plätzen und einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen Großstadttrubel und spanischer Gelassenheit liegt.

Ich liebe es, durch die Straßen zu schlendern, auf einem der großen Plätze stehen zu bleiben und einfach das Treiben zu beobachten. Auf der Puerta del Sol ist immer etwas los, während die Plaza Mayor mit ihren Arkaden und der geschlossenen historischen Architektur fast wie eine Bühne wirkt. Am Königspalast und an der Almudena-Kathedrale zeigt Madrid seine repräsentative Seite. Und dann gibt es wieder diese ganz normalen Straßen, in denen das Leben stattfindet und die Stadt für mich besonders spanisch wirkt.


Madrid hat außerdem eine kulturelle Seite, die sich nicht verstecken muss. Im Museo del Prado begegnet man den großen Meistern der spanischen Malerei, während der Retiro-Park eine willkommene Auszeit vom Großstadtleben bietet. Ich mag diesen Wechsel: eben noch mitten im Verkehr und zwischen Menschenmassen, kurz darauf unter Bäumen, am Wasser oder auf einer Parkbank.


Und natürlich gehört das Essen dazu. Kleine Tapas, ein Glas Wein, etwas vom Markt – am besten ohne allzu großen Zeitplan. Im Mercado de San Miguel lässt sich die spanische Küche in vielen kleinen Häppchen entdecken. Noch lieber ist mir allerdings das Gefühl, irgendwo in einer unscheinbaren Bar zu sitzen, in der sich die Einheimischen unterhalten, als gäbe es draußen keine Millionenstadt. Madrid kann elegant und mondän sein, aber genauso bodenständig, laut und wunderbar ungezwungen.


Menschen treffen sich spät zum Essen, Plätze bleiben belebt, und selbst ein ganz gewöhnlicher Abend kann sich plötzlich in die Länge ziehen. Hier muss nicht jede Minute mit einem Programmpunkt gefüllt werden. Man kann einfach losziehen und schauen, was passiert.

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