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Meine ganz persönliche Top 20 

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6.

London

London – die pulsierende Stadt an der Themse

Hier treffen jahrhundertealte Geschichte, königliche Traditionen, moderne Architektur und ein quirliges Großstadtleben aufeinander.

Ich liebe es, durch die Straßen zu streifen, in einem der urigen Pubs einzukehren und mich von einem Viertel ins nächste treiben zu lassen. Überall gibt es etwas zu entdecken: historische Gebäude, kleine Märkte, berühmte Plätze und überraschende Ecken, die man beim nächsten Besuch ganz neu kennenlernt. Dazu kommen die roten Doppeldeckerbusse, die schwarzen Taxis und die berühmte Tube, die einen zuverlässig unter der Stadt von A nach B bringt – sofern man sich nicht gerade in den endlosen Gängen einer Umsteigestation verirrt.


Natürlich gehören die großen Sehenswürdigkeiten zu London wie der Regen zum britischen Wetter. Der Buckingham Palace steht für die königliche Pracht, und mit etwas Glück bekommt man sogar einen Blick auf die berühmten Wachen. Die Tower Bridge ist für mich eines der beeindruckendsten Wahrzeichen der Stadt. Mit ihren markanten Türmen und den beweglichen Brückenteilen überspannt sie die Themse und verbindet historische Ingenieurskunst mit einer ordentlichen Portion Londoner Postkartenromantik. Gleich nebenan wartet der Tower of London mit seinen düsteren Geschichten, königlichen Schätzen und den berühmten Raben.


Einen ganz anderen Blick auf die Stadt bietet das London Eye. In einer der großen Glaskabinen geht es gemächlich nach oben, und mit jeder Umdrehung eröffnet sich ein neuer Blick auf die Dächer, die Themse und die Skyline. Von dort oben sieht London fast friedlich aus – was man angesichts des Verkehrs und des geschäftigen Treibens auf den Straßen durchaus als kleine optische Täuschung betrachten darf.


Besonders spannend finde ich auch Greenwich. Hier begegnet man nicht nur maritimer Geschichte, sondern steht am berühmten Nullmeridian gewissermaßen mit einem Fuß auf der westlichen und mit dem anderen auf der östlichen Erdhalbkugel. Der Blick vom Royal Observatory über den Greenwich Park hinunter zur Themse und zu den historischen Gebäuden des Old Royal Naval College ist großartig. Greenwich fühlt sich dabei beinahe wie eine eigene kleine Welt an, obwohl das geschäftige Zentrum Londons gar nicht so weit entfernt ist.


Und dann gibt es noch eine Sehenswürdigkeit, die längst nicht so bekannt ist wie die Tower Bridge, die ich aber ausgesprochen faszinierend finde: die Themse-Barrieren bei Woolwich. Dieses gewaltige Sperrwerk schützt London vor gefährlichen Sturmfluten, die vom Meer flussaufwärts in die Themse gedrückt werden können. Die mächtigen beweglichen Tore wirken fast futuristisch und zeigen, dass London nicht nur von seiner Vergangenheit lebt, sondern auch technische Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft braucht. Gerade solche Orte abseits der üblichen Touristenroute machen für mich den besonderen Reiz einer Stadt aus.


London ist aber weit mehr als seine berühmten Bauwerke. Die Stadt lebt von ihren Gegensätzen: vornehme Einkaufsstraßen und alternative Märkte, historische Pubs und moderne Bars, geschäftige Geschäftsviertel und ruhige Parks. In den Theatern des West End wird gespielt, gesungen und getanzt, in den Museen lässt sich problemlos ein ganzer Regentag verbringen, und in den unzähligen Restaurants kann man sich einmal quer durch die Küchen der Welt essen. Wer wie ich gern auf Entdeckungstour geht, findet praktisch hinter jeder Ecke einen neuen Grund, den ursprünglichen Plan wieder über Bord zu werfen.


Auch die britische Literatur und die Welt der Kriminalgeschichten passen für mich wunderbar zu London. Die Stadt besitzt diese besondere Atmosphäre, in der man sich leicht eine geheimnisvolle Geschichte vorstellen kann: ein alter Pub, eine neblige Straße, ein viktorianisches Gebäude – und irgendwo wartet bereits der nächste rätselhafte Fall. Da schlägt mein Herz als Freund klassischer Kriminalgeschichten natürlich ein wenig höher.



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