Meine ganz persönlichen Top 20
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Lincoln Memorial


Das Lincoln Memorial gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der amerikanischen Hauptstadt. Mit seinen mächtigen weißen Marmorsäulen erinnert es an einen antiken griechischen Tempel.
Doch hinter der imposanten Architektur steckt weit mehr als ein schönes Fotomotiv: Das Denkmal steht für Abraham Lincoln, den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, und für seinen Kampf um den Zusammenhalt des Landes und die Abschaffung der Sklaverei.
Schon der Weg dorthin ist beeindruckend. Vom Memorial blickt man über das Wasser des Reflecting Pool bis zum Washington Monument. Diese Sichtachse gehört zu den berühmtesten Panoramen Washingtons. Gerade wenn sich die Denkmäler im Wasser spiegeln, entsteht eine Atmosphäre, die man so schnell nicht vergisst.
Im Inneren sitzt die überlebensgroße Marmorskulptur Abraham Lincolns. Ernst und nachdenklich blickt er auf die Besucher hinunter. An den Innenwänden sind Auszüge aus zwei seiner bedeutendsten Reden verewigt: der Gettysburg Address und seiner zweiten Antrittsrede. Dadurch wird deutlich, dass es hier nicht allein um einen Präsidenten geht, sondern auch um die Grundfragen von Freiheit, Gleichheit und Demokratie.
Das Lincoln Memorial ist außerdem ein wichtiger Ort der amerikanischen Bürgerrechtsgeschichte. 1963 hielt Martin Luther King Jr. bei der großen Kundgebung für Arbeit und Freiheit vor dem Denkmal seine berühmte Rede, in der die Worte „I Have a Dream“ zum Symbol der Bürgerrechtsbewegung wurden.
Warum ist das Lincoln Memorial ein Highlight? Weil sich hier Architektur, Geschichte und politische Bedeutung auf besondere Weise verbinden. Man bewundert zunächst die gewaltigen Säulen und den weiten Blick über Washington. Dann beschäftigt man sich mit dem Menschen, dem dieses Denkmal gewidmet ist, und mit den Idealen, für die er stand.
Für mich ist das Lincoln Memorial deshalb mehr als eine Station auf einer Besichtigungstour durch Washington. Es ist ein Ort, an dem man kurz innehält und darüber nachdenkt, wie hart Freiheit und Gleichberechtigung erkämpft werden müssen – und warum sie niemals selbstverständlich sein dürfen.


