Meine ganz persönlichen Top 20
15.
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Kuala Lumpur


Kuala Lumpur überrascht mich vor allem mit seinen Gegensätzen.
Da stehen die gewaltigen Petronas Towers, diese glänzenden Zwillingstürme, die aussehen, als wollten sie dem Himmel Konkurrenz machen. Und nur wenige Straßen weiter tauche ich in Viertel ein, in denen das Leben ganz anders pulsiert. Moderne Einkaufszentren und alte Gassen, klimatisierte Glitzerwelt und geschäftige Märkte liegen erstaunlich nah beieinander.
Besonders spannend finde ich, wie viele unterschiedliche Kulturen in dieser Stadt zusammenkommen. In Little India wird es bunt und lebendig, in Chinatown bestimmen Märkte, kleine Geschäfte und Garküchen das Straßenbild, und dazwischen begegne ich immer wieder malaiischen und islamisch geprägten Einflüssen. Kuala Lumpur ist keine Stadt mit nur einem Gesicht. Sie verändert ihre Atmosphäre, je nachdem, in welchem Viertel ich gerade unterwegs bin.
Unser Streifzug durch Bukit Bintang führt uns auch dorthin, wo Kuala Lumpur besonders verführerisch wird: zum Essen. Streetfood gehört für mich zu den schönsten Möglichkeiten, eine fremde Stadt kennenzulernen. Ich stehe vor den Ständen, schaue neugierig in Töpfe und Pfannen und versuche herauszufinden, was da gerade zubereitet wird. Manchmal weiß ich vorher genau, was ich bestelle. Manchmal entscheidet eher der Hunger als die Sprachkenntnis. Aber genau das gehört für mich zum Reisen dazu.
Auch die moderne Seite der Stadt hat ihren Reiz. Die Verkehrsmittel sind sauber und effizient, die U-Bahn bringt uns schnell durch die Metropole, und die Rolltreppen scheinen uns bis in die Tiefen der Erde zu befördern. Nach dem Gewusel auf den Straßen wirkt das fast schon futuristisch. Kuala Lumpur kann Großstadt eben auch – und zwar ziemlich eindrucksvoll.
Was mir gefällt, ist, dass die Stadt trotz ihrer modernen Fassade nicht völlig austauschbar wirkt. Die verschiedenen Viertel, die religiösen Bauwerke, die Märkte und das Essen geben ihr eine eigene Identität. Ich kann mich in einem Einkaufszentrum fast wie in jeder anderen Weltmetropole fühlen und kurz darauf in einer Gasse landen, die ganz unverkennbar zu Malaysia gehört.

