Meine ganz persönlichen Top 20
14.
#
Kathmandu


Kathmandu zieht einen hinein in eine völlig andere Welt – eine Welt, in der Religion, Alltag, Tradition und das ganz normale Leben auf der Straße untrennbar miteinander verbunden sind.
Tempel und Schreine gehören hier genauso selbstverständlich zum Straßenbild wie kleine Geschäfte, hupende Motorräder und geschäftige Märkte. Menschen halten inne, bringen Opfergaben dar, drehen Gebetsmühlen oder sprechen ihre Gebete. Religion ist hier keine Sache, die man nur an bestimmten Orten oder zu besonderen Anlässen erlebt. Sie ist Teil des täglichen Lebens. Für jemanden, der gern andere Kulturen kennenlernt, ist das unglaublich spannend.
Zwischen alten Tempeln, kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen und historischen Plätzen entdeckt man die beeindruckende Handwerkskunst Nepals. Vieles wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man die Liebe zum Detail. Gerade diese Mischung aus jahrhundertealter Tradition und einem quirligen, modernen Alltag macht die Stadt so lebendig.
Die Straßen sind oft voll, der Verkehr wirkt bisweilen wie ein Abenteuer für sich, und überall passiert gleichzeitig etwas. Man muss aufpassen, schauen, ausweichen und sich manchmal einfach treiben lassen. Aber genau darin liegt für mich ein Teil des Reizes.
Besonders wichtig sind mir dabei die Begegnungen. Nepal habe ich als ein Land erlebt, in dem die Menschen und ihre Lebensweise einen großen Teil der Faszination ausmachen. Die Freundlichkeit, die Neugier und die Bereitschaft, mit Besuchern in Kontakt zu kommen, bleiben oft länger in Erinnerung als die schönsten Sehenswürdigkeiten. Man reist als Fremder an und merkt irgendwann, dass man trotz aller kulturellen Unterschiede gar nicht so weit voneinander entfernt ist.
Wer durch Kathmandu unterwegs ist, kommt an den kleinen Lokalen und Garküchen kaum vorbei. Besonders die nepalesischen Momos, gefüllte Teigtaschen, gehören für mich zu den kulinarischen Entdeckungen, die eine Reise bereichern.
Was mich an Kathmandu fasziniert, ist letztlich nicht nur die Stadt selbst, sondern das Gefühl, für eine Weile in eine andere Lebenswelt einzutauchen. Ich komme nicht nur mit Bildern von Tempeln und Straßen zurück, sondern mit Eindrücken davon, wie unterschiedlich Menschen leben, glauben und ihren Alltag gestalten können.

