top of page

Meine ganz persönlichen Top 20 

6.

#

Jordanien

Petra allein wäre eigentlich schon Grund genug, nach Jordanien zu reisen.

Diese gewaltige Felsenstadt, deren Bauwerke direkt aus dem rötlichen Sandstein herausgearbeitet wurden, ist einfach überwältigend. Wenn man durch den schmalen Siq läuft und sich am Ende das Schatzhaus zwischen den Felswänden zeigt, versteht man, warum dieser Ort Menschen aus aller Welt begeistert. Und wer glaubt, Petra sei mit einem schnellen Foto erledigt, der irrt gewaltig. Hier kann man stundenlang unterwegs sein und entdeckt trotzdem immer wieder etwas Neues. Manchmal muss man eben etwas langsamer machen – auch wenn mir das nicht immer leichtfällt.


Ganz anders, aber mindestens genauso beeindruckend, ist die Wüste Wadi Rum. Diese Weite, die gewaltigen Felsformationen und die Farben des Sandes haben etwas beinahe Unwirkliches. Wenn am Abend die Sonne langsam verschwindet und später der Sternenhimmel über der Wüste aufleuchtet, wird es still. Kein Verkehrslärm, kein Großstadtgewusel, kein alltäglicher Wahnsinn. Nur die Wüste und der Himmel. Da kann sogar ich einmal die Klappe halten und einfach genießen.


Jordanien ist aber weit mehr als Petra und Wadi Rum. Die alten römischen Bauwerke von Jerash, die Festungen, die biblischen Orte und die historischen Stätten erzählen von einer Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht. Mich fasziniert, wie viele Kulturen und Epochen hier ihre Spuren hinterlassen haben. Man fährt ein paar Kilometer und befindet sich plötzlich in einer völlig anderen Welt.


Und dann ist da noch das Tote Meer. Wo sonst kann man im Wasser liegen, ohne unterzugehen? Elegantes Schwimmen sieht zwar anders aus, aber genau solche Erlebnisse machen eine Reise aus. Am Roten Meer bei Aqaba warten dagegen klares Wasser, bunte Fische und die Möglichkeit, beim Schnorcheln eine ganz andere Seite Jordaniens kennenzulernen.


Was ich ebenfalls liebe, ist das Essen. Hummus, Mezze, frisches Fladenbrot, Gewürze und all die kleinen Köstlichkeiten, die auf den Tisch kommen. Ich probiere mich gern durch die einheimische Küche und finde, dass man ein Land auch über den Magen kennenlernen sollte. Ein guter Teller Essen kann schließlich genauso in Erinnerung bleiben wie eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. Und bei Mezze gibt es den zusätzlichen Vorteil, dass man nicht gleich entscheiden muss, was einem am besten schmeckt. Man nimmt einfach von allem etwas.


Natürlich ist auch Jordanien kein Land, in dem immer alles perfekt läuft. Nicht jede Straße ist ein Vergnügen, nicht jeder Ort begeistert auf Anhieb, und manchmal braucht man Geduld. Aber genau das gehört für mich zum Reisen dazu. Ich will nicht nur die schönen Seiten sehen und anschließend behaupten, alles sei traumhaft gewesen. Mich interessieren die echten Eindrücke, die kleinen Überraschungen und die Geschichten, die unterwegs entstehen.


Was Jordanien für mich so besonders macht, ist diese Mischung aus Abenteuer und Gastfreundschaft, aus gewaltiger Natur und jahrtausendealter Geschichte, aus orientalischem Alltag und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Es ist ein Land, in dem ich viel entdecken kann, ohne das Gefühl zu haben, dass hinter jeder Ecke nur die nächste Touristenattraktion wartet.

bottom of page