Meine ganz persönlichen Top 20
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Japan


Japan ist ein Land, bei dem ich manchmal das Gefühl hatte, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.
Alles funktioniert irgendwie anders, vieles ist mir fremd, manches verblüfft mich, und gelegentlich stehe ich einfach nur da und frage mich, wie diese Menschen ihren Alltag organisieren. Gleichzeitig gibt es kaum ein Land, in dem mich der Gegensatz zwischen jahrhundertealter Tradition und modernster Technik so fasziniert hat.
Meine Reise 2016 führte Heidi und mich durch einige der bekanntesten Orte Japans. Tokio, Kyoto, Osaka, Nara, Hiroshima und der Hakone-Nationalpark standen auf unserem Programm. Dazu kam Hongkong, das zwar nicht zu Japan gehört, aber unsere Reise um eine weitere faszinierende Metropole ergänzte.
Tokio war für mich der Inbegriff einer Stadt der Gegensätze. Auf der einen Seite riesige Hochhäuser, blinkende Reklametafeln, elektronische Spielhallen und Menschenmassen, die sich scheinbar mühelos durch die Straßen bewegen. Auf der anderen Seite ruhige Ecken, traditionelle Schreine und Orte, an denen man für einen Moment dem Großstadttrubel entkommen kann. Besonders Viertel wie Akihabara und Shibuya zeigen, wie verrückt, bunt und faszinierend eine moderne Großstadt sein kann. Hier gibt es ständig etwas zu entdecken, und selbst nach mehreren Tagen hat man längst nicht alles gesehen.
Ganz anders erlebte ich Kyoto. Die Stadt steht für das traditionelle Japan, für Tempel, Schreine, Gärten und eine Architektur, die mich immer wieder staunen ließ. Der Fushimi-Inari-Schrein mit seinen endlosen Reihen roter Torii ist ein Ort, der sich tief ins Gedächtnis einprägt. Auch die Bambushaine von Arashiyama und die historischen Straßen des Viertels Gion zeigen eine Seite Japans, die mit dem hektischen Tokio kaum etwas gemeinsam hat. Genau dieser Wechsel macht für mich den besonderen Reiz einer Japanreise aus.
Mich beeindruckt auch, wie selbstverständlich in Japan uralte Traditionen und modernes Leben nebeneinander existieren. Da gibt es Hochgeschwindigkeitszüge, hoch entwickelte Technik und riesige Einkaufszentren – und gleichzeitig Tempel, traditionelle Theaterformen und jahrhundertealte Rituale. Das Land scheint es geschafft zu haben, seine Vergangenheit nicht einfach hinter sich zu lassen, sondern sie in die Gegenwart zu integrieren. Das finde ich bemerkenswert.
Natürlich gehört zu Japan auch das Essen. Wer durch das Land reist, kommt an Sushi, Ramen, Nudeln, kleinen Restaurants und den vielen kulinarischen Besonderheiten nicht vorbei. Der Tsukiji-Fischmarkt in Tokio war dafür ein besonders passendes Ziel. Ich probiere auf Reisen gern Dinge aus, die ich von zu Hause nicht kenne. Schließlich gehört es für mich dazu, ein Land nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Gaumen kennenzulernen.
Auch außerhalb der großen Metropolen hat Japan viel zu bieten. Im Hakone-Nationalpark lockt der Fuji als eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes. Die Landschaft bildet einen wunderbaren Kontrast zu den dicht bebauten Städten. Und mit Hiroshima begegnet man einem Ort, dessen Geschichte weit über Japan hinaus Bedeutung hat. Solche Besuche machen nachdenklich und erinnern daran, dass Reisen nicht ausschließlich aus schönen Aussichten und guten Mahlzeiten bestehen muss.
Was mir an Japan besonders gefällt, ist die Mischung aus Faszination und Fremdheit. Ich muss nicht alles verstehen, um etwas interessant zu finden. Im Gegenteil: Gerade wenn Dinge anders funktionieren, als ich es gewohnt bin, werde ich neugierig. Ich beobachte, vergleiche und versuche herauszufinden, was hinter den Gewohnheiten und Traditionen steckt.
Japan ist für mich deshalb nicht einfach nur ein Land mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Es ist ein Land, das mich zum Staunen bringt und meinen Blick auf andere Lebensweisen erweitert. Es verbindet technische Perfektion mit jahrhundertealter Kultur, geschäftige Großstädte mit stillen Tempelanlagen und ungewöhnliche Alltagserfahrungen mit Momenten, die lange in Erinnerung bleiben.

