Meine ganz persönlichen Top 20
13.
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Hongkong


Hier schießen Wolkenkratzer in den Himmel, dazwischen drängen sich alte Wohnhäuser, winzige Geschäfte und Garküchen.
Und über allem liegt dieses geschäftige Treiben, das niemals so richtig zur Ruhe zu kommen scheint. Hongkong ist modern, hektisch und international – und gleichzeitig unverkennbar asiatisch. Genau diese Mischung macht die Stadt für mich so spannend.
Wenn man am Victoria Harbour steht und auf die gewaltigen Hochhäuser schaut, fragt man sich unwillkürlich, wie man auf die Idee kommen kann, auf so wenig Platz eine solche Stadt zu bauen. Besonders am Abend, wenn die Fassaden leuchten und sich die Lichter im Wasser spiegeln, entfaltet Hongkong seine ganze Wirkung. Eine Fahrt mit der Star Ferry gehört für mich zu den Erlebnissen, bei denen man eigentlich nur von einem Ufer zum anderen möchte – und am liebsten gar nicht mehr aussteigen würde.
Die Stadt lebt von ihrem Kontrast zwischen Ost und West. Spuren der britischen Vergangenheit treffen auf chinesische Traditionen, moderne Einkaufszentren auf traditionelle Märkte und gläserne Bürohochhäuser auf Tempel, in denen Räucherstäbchen brennen. Nur wenige Schritte können genügen, um aus einer Welt in eine völlig andere einzutauchen.
In den engen Gassen wird gehandelt, gegessen und gearbeitet, überfüllte Märkte bieten alles Mögliche an, und zwischen den Hochhäusern entdeckt man kleine Restaurants, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Hongkong muss man nicht nur ansehen – man muss es erleben. Sich treiben lassen, um die nächste Ecke biegen und schauen, was dort passiert. Genau dabei entdeckt man oft die interessantesten Seiten einer Stadt.
Hongkong ist ein Paradies für alle, die gern Neues probieren. Dim Sum, Nudelsuppen, gebratene Ente und unzählige kleine Gerichte gehören zum Alltag. Man sitzt dicht an dicht mit Einheimischen, bestellt vielleicht etwas, dessen Namen man kaum aussprechen kann, und hofft, dass man mit den Stäbchen nicht allzu sehr auffällt. Aber selbst wenn es nicht auf Anhieb klappt: Hauptsache, es schmeckt.
Was Hongkong für mich zusätzlich reizvoll macht, ist seine besondere Lage. Die Stadt endet nicht einfach dort, wo die Hochhäuser aufhören. Dahinter beginnen grüne Berge, Wanderwege und Küstenlandschaften. Mit einer kurzen Fahrt kann man dem Großstadttrubel entkommen und plötzlich auf einen Hafen, eine Bucht oder einen stillen Wanderweg schauen. Dass eine derart dicht bebaute Metropole so viel Natur in unmittelbarer Nähe bietet, ist schon erstaunlich.
Hongkong ist manchmal überwältigend. Es ist laut, voll und auf engstem Raum unglaublich intensiv. Aber genau das sorgt dafür, dass man ständig etwas zu entdecken hat. Die Stadt ist keine Schönheit, die sich einem auf den ersten Blick vollständig erschließt. Sie wird interessanter, je genauer man hinschaut.

