Meine ganz persönlichen Top 20
15.
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Frankreich


Frankreich und ich – das ist eine ziemlich gute Kombination.
Ein Land, in dem man morgens über einen Markt schlendern, mittags in einem kleinen Dorf versacken und nachmittags am Mittelmeer landen kann. Und wenn man sich dabei noch durch ein paar andere Länder bewegt, ohne gleich einen neuen Urlaub beantragen zu müssen, umso besser.
Ich mag diese Mischung aus Lebensgefühl und Abwechslung. Natürlich lockt das Mittelmeer mit seinen Stränden und dem türkisblauen Wasser. Aber Frankreich besteht eben nicht nur aus Liegestuhl, Sonnencreme und der Frage, ob man noch ein Eis schafft. Es gibt alte Städte, römische Spuren, Märkte, Landschaften und Dörfer, in denen man am liebsten einfach weiter durch die Gassen schlendern würde.
Besonders schön fand ich die Ausflüge ins Hinterland. Grasse, Gourdon, Tourrettes-sur-Loup, Vence und Cagnes-sur-Mer standen auf unserem Programm. Dort zeigt sich eine andere Seite der Côte d’Azur: weniger Glanz und Promenade, dafür enge Straßen, alte Häuser, verwinkelte Ortskerne und Ausblicke, bei denen man automatisch langsamer wird. Wobei das mit dem Langsamerwerden auf französischen Straßen ohnehin manchmal ganz von selbst passiert.
Auch die Märkte gehören für mich zu Frankreich. Man schaut, riecht, probiert und entdeckt Dinge, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie unbedingt haben möchte. Dazu die französische Küche, regionale Spezialitäten und dieses Gefühl, dass Essen nicht bloß eine notwendige Unterbrechung des Tages ist, sondern durchaus ein Programmpunkt sein darf. Ich bin schließlich im Urlaub und nicht auf der Flucht.
Und dann ist da noch die Kultur: römische Bauwerke und antike Theater, Museen, historische Orte und Städte wie Arles und Lyon. Frankreich schafft es, Geschichte ganz selbstverständlich in den Alltag einzubauen. Man steht plötzlich vor jahrhundertealten Mauern, während ein paar Straßen weiter der ganz normale französische Alltag stattfindet. Genau diese Verbindung macht das Reisen für mich spannend.
Was Frankreich für mich besonders macht, ist also nicht eine einzige Sehenswürdigkeit. Es ist die Vielfalt. Meer und Berge, mondäne Küstenorte und verschlafene Dörfer, große Geschichte und kleine Alltagserlebnisse. Dazu gutes Essen, schöne Landschaften und genügend Gelegenheiten, einfach einmal sitzen zu bleiben und das Leben zu genießen.
Frankreich ist für mich ein Land, das man nicht nur besichtigen, sondern erleben muss. Am besten mit dem Auto, ohne jeden Tag minutiös durchzuplanen, mit offenen Augen und einer gewissen Bereitschaft, auch einmal spontan abzubiegen. Und wenn dabei ein schöner Markt, ein gemütliches Café oder ein Strand auftaucht, den man eigentlich gar nicht eingeplant hatte – nun ja, dann muss der Reiseplan eben kurz zurückstecken.

