Meine ganz persönlichen Top 20
6.
#
Death Valley National Park


Der Death Valley National Park ist ein Ort der Extreme. Hier gibt es endlose Wüstenlandschaften, bizarre Felsformationen, riesige Salzflächen und Sanddünen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Eine Landschaft, die gleichzeitig faszinierend, wunderschön und ziemlich lebensfeindlich wirkt.
Man erwartet hier vielleicht nur Sand und Hitze – doch das Death Valley hat viel mehr zu bieten. An einem Aussichtspunkt blickt man über zerklüftete, farbenprächtige Felsen, wenig später steht man auf einer schneeweiß wirkenden Salzfläche, und anschließend führen die Straßen durch weite Täler, eingerahmt von kargen Gebirgsketten.
Am Zabriskie Point zeigt sich die Landschaft von ihrer dramatischen Seite. Wellenförmige Hügel aus gelbem, braunem und ockerfarbenem Gestein ziehen sich durch die Ebene. Besonders im Morgen- oder Abendlicht wirken die Konturen fast unwirklich.
Am Badwater Basin liegt der tiefste Punkt Nordamerikas – rund 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Die weiße Salzkruste bildet geometrische Muster, die sich über eine scheinbar endlose Fläche erstrecken. Dazu kommen die Mesquite Flat Sand Dunes, deren geschwungene Sandkämme einen reizvollen Kontrast zu den schroffen Bergen bilden. Und bei Artist’s Palette überraschen Felsen mit Grün-, Rosa-, Violett- und Rottönen, die durch unterschiedliche Mineralien entstehen.
Death Valley zeigt, dass eine Wüste alles andere als eintönig sein muss. Sie kann dramatisch, farbenfroh und voller Überraschungen sein – und einen daran erinnern, wie beeindruckend die Natur selbst unter extremsten Bedingungen ist.
Man sollte es aber nie unterschätzen. Vor allem in den warmen Monaten sind ausreichend Wasser, ein zuverlässiges Fahrzeug und eine sorgfältige Routenplanung wichtig. Die Temperaturen können lebensgefährlich werden; längere Wanderungen sollte man bei extremer Hitze vermeiden.


