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Meine ganz persönlichen Top 20 

16.

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Budapest

Prachtvolle Gebäude, breite Boulevards, historische Kaffeehäuser und die Donau, die mitten durch die Stadt fließt – das alles klingt fast ein bisschen nach Wien oder Paris.

Aber Budapest hat seinen ganz eigenen Charakter. Ein wenig mondän, ein wenig melancholisch, manchmal herrlich morbide und trotzdem voller Leben.


Was mich besonders fasziniert, ist die Donau. Sie teilt die Stadt nicht einfach in zwei Hälften, sondern gibt ihr einen ganz besonderen Rhythmus. Auf der einen Seite liegt Buda mit seinen Hügeln, dem Burgviertel und der berühmten Fischerbastei. Auf der anderen Seite erstreckt sich Pest mit seinen breiten Straßen, den Cafés und dem imposanten Parlamentsgebäude. Dazwischen verbinden elegante Brücken die beiden Stadtteile. Spätestens wenn am Abend die Lichter angehen und sich die beleuchteten Gebäude im Wasser spiegeln, versteht man, warum Budapest auch als Perle an der Donau bezeichnet wird.


Die Architektur ist ein weiterer Grund, warum ich gern durch Budapest schlendere. Überall begegnen mir prächtige Fassaden, historische Paläste und Gebäude aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Manche wirken frisch renoviert, andere haben bereits bessere Zeiten gesehen. Und genau diese Mischung gefällt mir. Es muss nicht alles glänzen und perfekt aussehen. Ein bisschen Patina schadet einer Stadt schließlich nicht – manchmal macht sie sie sogar interessanter.


Und dann sind da die berühmten Thermalbäder. Budapest sitzt auf einem regelrechten Schatz aus heißen Quellen, und die Bäder gehören einfach zur Stadt. In den historischen Badehäusern trifft Architektur auf Entspannung, und man kann sich gut vorstellen, wie hier schon vor Generationen Menschen ihre Zeit verbringen. Nach einem langen Tag zu Fuß klingt ein Bad im warmen Wasser jedenfalls deutlich verlockender als noch eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Liste.


Auch kulinarisch hat Budapest einiges zu bieten. Ungarische Küche ist herzhaft, würzig und nicht gerade dafür bekannt, dass man hungrig vom Tisch aufsteht. Gulasch, Paprikagerichte, deftige Spezialitäten und süßes Gebäck gehören dazu. Und wer nach einem langen Stadtbummel noch Energie hat, entdeckt im jüdischen Viertel Bars und Lokale, die zeigen, dass Budapest keineswegs nur in seiner Vergangenheit lebt.


Was mir an Budapest besonders gefällt, ist diese Mischung aus Größe und Gemütlichkeit. Die Stadt besitzt die Pracht einer ehemaligen Kaisermetropole, wirkt aber nicht überall unnahbar oder übertrieben vornehm. Sie hat schöne Seiten, Ecken mit Gebrauchsspuren und eine Atmosphäre, die sich nicht allein mit ihren Sehenswürdigkeiten erklären lässt.

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