Meine ganz persönlichen Top 20
4.
#
Bryce Canyon National Park


Bryce Canyon – ein Amphitheater aus roten Felsnadeln
Der Bryce Canyon National Park ist für mich eines der außergewöhnlichsten Naturwunder im Westen der USA. Was diesen Park so besonders macht, ist eine Landschaft, die aussieht, als hätte jemand Tausende bizarre Skulpturen in den Fels gemeißelt. Überall stehen schlanke Felstürme, die sogenannten Hoodoos, dicht an dicht in einem riesigen natürlichen Amphitheater.
Anders als der Name vermuten lässt, ist Bryce Canyon kein klassischer Canyon, den ein Fluss tief in den Fels gegraben hat. Seine spektakulären Formationen entstehen vor allem durch Frost, Wasser und Erosion. Über Jahrtausende werden die Gesteinsschichten bearbeitet, bis die bizarren Türme übrig bleiben. Das Ergebnis ist eine Landschaft, die beinahe unwirklich wirkt.
Besonders beeindruckend ist der Blick vom Sunrise Point und Sunset Point. Von oben öffnet sich ein Meer aus roten, orangefarbenen und cremeweißen Felsspitzen. Je nach Sonnenstand verändern sich die Farben ständig. Am frühen Morgen leuchten die Felsen besonders intensiv, während die Schatten zwischen den Felstürmen der Landschaft zusätzliche Tiefe verleihen.
Wer nicht nur von oben schauen möchte, kann auf Wanderwegen wie dem Navajo Loop oder dem Queen’s Garden Trail direkt zwischen die Felsformationen hinabsteigen. Erst dort unten wird richtig deutlich, wie hoch die Hoodoos aufragen und wie verschlungen die Wege durch dieses steinerne Labyrinth verlaufen.


