Meine ganz persönlichen Top 20
17.
#
Aztec Ruins National Monument


Das Aztec Ruins National Monument ist ein faszinierender Ort für alle, die auf Reisen nicht nur grandiose Landschaften, sondern auch die Geschichte früherer Kulturen entdecken möchten. Zwischen den eher unscheinbaren Hügeln im Norden New Mexicos liegen die Überreste einer großen Pueblo-Siedlung, deren Mauern erstaunlich viel über das Leben ihrer einstigen Bewohner verraten.
Der Name ist allerdings irreführend: Mit den Azteken in Mexiko hat die Anlage nichts zu tun. Die Ruinen wurden von den Ancestral Puebloans errichtet, den Vorfahren heutiger Pueblo-Gemeinschaften. Die wichtigsten Bauphasen reichen ungefähr ins 11. bis 13. Jahrhundert zurück. Die Siedlung bestand aus zahlreichen Räumen, Höfen und Gemeinschaftsbereichen, die aus Stein und Lehm errichtet wurden.
Besonders beeindruckend ist die West Ruin. In den Überresten der einst mehrstöckigen Anlage lassen sich noch immer Räume, Mauern und Durchgänge erkennen. Beim Gang durch die alten Gemäuer bekommt man eine Vorstellung davon, wie organisiert das Leben in dieser Gemeinschaft gewesen sein muss. Die Bauweise zeugt von handwerklichem Können und einem erstaunlichen Verständnis für die Nutzung von Materialien und Raum.
Ein Höhepunkt ist die rekonstruierte Great Kiva. Diese großen, runden Versammlungsräume spielten eine wichtige Rolle im gemeinschaftlichen und zeremoniellen Leben der Pueblo-Kulturen. Im Inneren wird deutlich, dass solche Orte weit mehr waren als einfache Gebäude: Sie waren zentrale Treffpunkte einer Gemeinschaft.


