Meine ganz persönlichen Top 20
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Athen


Wo sonst liegen mehrere tausend Jahre Geschichte so selbstverständlich mitten im heutigen Leben?
Hier stehen antike Tempel neben modernen Wohnhäusern, historische Ruinen tauchen plötzlich zwischen Straßencafés auf, und über allem thront die Akropolis. Athen ist ein Ort, an dem die Vergangenheit nicht im Museum verschwindet, sondern zum ganz normalen Stadtbild gehört.
Natürlich ist die Akropolis eines der großen Highlights. Der Parthenon auf dem Felsen über der Stadt ist ein Anblick, der auch dann nichts von seiner Wirkung verliert, wenn man ihn schon unzählige Male auf Bildern gesehen hat. Vor dem Original zu stehen, ist eben doch etwas anderes. Und wenn ich anschließend durch die alten Viertel rund um die Akropolis schlendere, wird mir bewusst, wie viel Geschichte hier auf engstem Raum zusammenkommt.
Besonders gern mag ich die Plaka mit ihren verwinkelten Gassen, kleinen Geschäften, Tavernen und Häusern, zwischen denen immer wieder ein Blick auf die Akropolis möglich ist. Gleich daneben liegt Monastiraki – lebhafter, bunter und manchmal herrlich chaotisch. Hier wird gehandelt, gegessen, diskutiert und das Leben auf die Straße verlagert. Genau solche Gegensätze machen für mich den Reiz einer Stadt aus.
Denn Athen ist keineswegs nur eine Ansammlung antiker Steine. Die Stadt ist laut, quirlig, stellenweise etwas heruntergekommen und nicht immer auf den ersten Blick schön. Aber genau darin liegt für mich ein Teil ihres Charmes. Mich reizen Städte, die Ecken und Kanten haben, die nicht überall perfekt herausgeputzt sind und bei denen hinter der nächsten Straßenecke etwas Unerwartetes warten kann. Athen wirkt auf mich nicht wie eine Kulisse für Besucher, sondern wie eine Stadt, die einfach ihr eigenes Leben führt.
Und dann ist da natürlich die griechische Küche. Eine Taverne, ein paar kleine Gerichte auf dem Tisch, frischer Fisch, Tzatziki, ein griechischer Salat und dazu ein Glas Wein – viel mehr brauche ich manchmal gar nicht. Ich sitze gern draußen, beobachte das Treiben und lasse die Zeit verstreichen. In Griechenland gehört das Genießen schließlich zum Programm, auch wenn es in keinem Reiseführer als Sehenswürdigkeit aufgeführt ist.

